Vier junge Patienten werden noch an diesem Freitag nach Belgien gebracht. Das hat das belgische Nothilfe-Team B-FAST bekanntgegeben. In einer Mitteilung auf X hatte Außenminister Maxime Prévot (christdemokratische Les Engagés) am Donnerstag Hilfe für die Opfer des Brandes in der Silvesternacht in Crans-Montana angeboten. Belgien verfügt über spezialisierte Krankenhäuser für die Behandlung von schweren Brandwunden, betonte auch Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke (sozialdemokratische Vooruit).
Belgien hilft der Schweiz nach tödlichem Brand in Crans-Montana
Belgien wird im Rahmen des EU-Katastrophenschutzmechanismus aktiv und ist bereit, in hiesigen Krankenhäusern fünf Patienten mit schweren Brandverletzungen) sowie zwei Patienten mit mittlerem Pflegebedarf aufzunehmen.
Am Freitagmorgen ist auch ein Team zur Unterstützung der Schweizer Ärzte entsandt worden (ein Teamleiter, zwei Ärzte und zwei spezialisierte Pflegekräfte für Schwerbrandverletzte)“, so Außenminister Prévot am 1. Januar.
Vorläufig keine Belgier unter den Opfern
„Nach den derzeit bekannten, noch nicht endgültigen Informationen gibt es keine belgischen Opfer, aber ausgeschlossen ist es noch nicht“, so Prévot ebenfalls auf X.
Expertise bei der Behandlung von Brandopfern
Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke unterstreicht die große Expertise, die Belgien bei der Behandlung von schweren Brandverletzungen aufgebaut hat.
Das Antwerpener Krankenhauses Ziekenhuis aan de Stroom (ZAS) bereitet sich darauf vor, zwei Patienten aus dem Brand in Crans-Montana (Kanton Wallis) aufzunehmen. Lieve De Cuyper, Chirurgin in diesem Bereich, bestätigte dies in der Sendung De Ochtend auf Radio 1. Das Krankenhaus bietet zwei Betten an.
Auch im Brandwundenzentrum in Neder-over-Hembeek im Norden von Brüssel wird ein Patient aus der Schweiz aufgenommen.
Lieve De Cuyper wies auf die Fachkenntnisse, die Belgien bei der Behandlung von Schwerbrandverletzten erlangt hat, unter anderem bei der Gasexplosion von Ghislenghien 2004 und dem Brand im Switel-Hotel in Antwerpen 1994.
