Im Jahr 2025 hat das belgische Gesundheitsamt 140.019 Einweg-E-Zigaretten beschlagnahmt. Deren Verkauf ist seit dem 1. Januar dieses Jahres verboten. Die Generalinspektion weitet ihre Kontrollen auch auf das Internet aus, da sich belgische Konsumentinnen und Konsumenten weiterhin über ausländische Verkaufsseiten versorgen.
Mehr als 140.000 illegale E-Vapes in diesem Jahr in Belgien beschlagnahmt
Insgesamt führte die Inspektionsbehörde fast 2.400 Kontrollen in Tages- und Nachtgeschäften, Kiosken, Tankstellen, Supermärkten und Online-Shops durch. Bei 680 dieser Kontrollen wurden illegale E-Zigaretten entdeckt.
Die Geldstrafen für den illegalen Verkauf dieser als gesundheitsschädlich eingestuften Produkte können bis zu 120.000 € betragen. In der Praxis liegen sie laut Gesundheitsministerium jedoch zwischen 800 und 1.000 €. Bei Bedarf können die zuständigen Behörden Geschäfte auch vorübergehend schließen.
Vor allem in Brüssel werden Einweg-E-Zigaretten weiterhin verkauft, wie das Brüsseler Medienhaus Bruzz herausgefunden hat.
In Flandern hat die Inspektionsbehörde mehr als 1.400 Händler kontrolliert. Jeder fünfte verkaufte illegale Einweg-E-Zigaretten. In Antwerpen mussten drei Geschäfte schließen, in den Gemeinden Heist-op-den-Berg, Rijkevorsel und Olen fünf. Auch in Leuven, Kortrijk, Menen und Roosdaal wurden Geschäfte geschlossen.
Handel verlagert sich auch ins Internet
„Wir stellen fest, dass der Verkauf von Einweg-Vapes zunehmend online erfolgt“, erklärte Annelies Wynant vom belgischen Gesundheitsamt gegenüber VRT NWS: „Deshalb führen wir auch dort Kontrollen durch. Wir haben Vereinbarungen mit Unternehmen wie Amazon, um Werbung für Einweg-Vapes aus dem Internet zu entfernen.“
„Künftig werden wir auch in der Lage sein, Websites offline zu nehmen, die verbotene Einweg-Vapes verkaufen. Wir setzen also auch online Maßnahmen um, weil wir wissen, dass Einweg-E-Zigaretten auch auf diesem Weg verkauft werden“, schloss Annelies Wynant.
Belgien war das erste europäische Land, das den Verkauf von Einweg-E-Zigaretten verbot, inzwischen sind sie auch in Frankreich und im Vereinigten Königreich verboten. In anderen Ländern sind sie jedoch weiterhin erlaubt.
