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Brüsseler Feuerwehr streikt am 31. Dezember: „Sicherheit von Personal und Bevölkerung in Gefahr“

Die Gewerkschaften der Brüsseler Feuerwehr werden aus Unzufriedenheit über den strukturellen Personalmangel gemeinsam die Arbeit niederlegen. Das gemeinsame Gewerkschaftsbündnis hat deshalb einen Streik für Mittwoch, den 31. Dezember – also Silvester – angekündigt. Es soll jedoch nur am Vormittag gestreikt werden. Nach Angaben der Gewerkschaften wird die Brüsseler Feuerwehr kaum aufgestockt, während die Einsätze und Aufgaben deutlich zunehmen.

Jens Van Reet
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„Die Situation ist inzwischen unhaltbar und sogar ausgesprochen gefährlich geworden, sowohl für die Feuerwehrleute als auch für die Bevölkerung“, sagt Steven Gillesen von der christlichen Gewerkschaft ACV. Er weist darauf hin, dass die Personalpläne seit 2005 beim Korps lediglich um 16,8 Prozent gewachsen sind, während die Zahl der Krankenwageneinsätze in den vergangenen 15 Jahren um 68 Prozent und die Zahl der Feuerwehreinsätze in den vergangenen neun Jahren um 30 Prozent gestiegen ist.

„Trotz dieser Entwicklungen werden die Personalpläne seit 2012 von der Brüsseler Regierung ausschließlich auf Grundlage budgetärer Überlegungen festgelegt und nicht anhand der tatsächlichen operativen Bedürfnisse. Nach unseren Berechnungen fehlen derzeit 200 Feuerwehrleute, um die gesetzlichen und operativen Aufgaben sicher erfüllen zu können“, erläutert Gillesen.

Sollte die Brüsseler Regierung nicht reagieren, werden wir uns an unseren zuständigen föderalen Minister Bernard Quintin wenden müssen

Steven Gillesen, ACV

Gillesen kritisiert zudem das Gerücht, wonach bei einer nächsten Brüsseler Regierung das Budget der Brüsseler Feuerwehr möglicherweise erneut gekürzt werden soll. „Das würde bedeuten, dass sich die ohnehin angespannte Lage weiter verschlechtert und die Sicherheit sowohl des Personals als auch der Brüsseler Bevölkerung noch stärker gefährdet wird.“

Die Gespräche zwischen den Gewerkschaften und den Brüsseler Politikern seien ergebnislos geblieben, so Gillesen. Das Gewerkschaftsbündnis fordert, dass umgehend Maßnahmen ergriffen werden, um die Personalpläne anzupassen, damit die operativen Aufgaben im Einklang mit der Gesetzgebung ausgeführt werden können. „Sollte die Brüsseler Regierung nicht reagieren, werden wir uns an unseren zuständigen föderalen Minister Bernard Quintin (MR, frankophone Liberale) wenden müssen“, so Gillesen abschließend.

Kein 24-Stunden-Streik

Die Gewerkschaften setzen auf ein deutliches Signal und keinen 24-Stunden-Streik. Sie rufen zu einer Arbeitsniederlegung zwischen 8 Uhr morgens und 12 Uhr mittags auf. „Das ist der ruhigste Zeitpunkt des Tages. Außerdem wollen wir danach für die Brüsseler Bevölkerung am Silvesterabend bereitstehen.“

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