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Archivbild: Verteidigungsminister Francken mit der neuen Waffe

Verteidigungsminister Francken kauft neues „weniger tödliches“ Waffensystem bei FN Herstal

Verteidigungsminister Theo Francken (N-VA, flämische Nationaldemokraten) hat den Kauf des FN SMART PROTECTOR 303T genehmigt. Dabei handelt es sich um eine hochtechnologische Waffe des belgischen Rüstungsherstellers FN Herstal, die unter anderem bei Unruhen eingesetzt werden kann. Das System kann mithilfe einer Kamera automatisch Köpfe erkennen, um diese zu vermeiden, und soll dadurch weniger tödlich sein. Dennoch sind solche Waffen nicht unumstritten.

Jens Van Reet
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Seit Jahren kommen ältere Systeme des FN303 zum Einsatz, die mithilfe von Druckluft Projektile abfeuern, um Bedrohungen zu neutralisieren. Die Waffe ist also dafür gedacht, Menschen vorübergehend außer Gefecht zu setzen, nicht jedoch zu töten oder schwer zu verletzen. Das neue „Smart“-System ist mit „intelligenter Technologie“ ausgestattet: Mithilfe einer Kamera und sofortiger Bildverarbeitung kann das System Köpfe erkennen. Deshalb soll das System weniger tödlich sein, da es diese Köpfe umgehen kann.

„Unter extremem Stress zählt jeder Bruchteil einer Sekunde. Indem wir das Risiko unbeabsichtigter Kopfschüsse drastisch verringern, erhöhen wir die Sicherheit sowohl für unsere Militärangehörigen als auch für die beteiligten Personen“, erläutert Francken.

Die ersten Geräte sollen im März geliefert werden. Danach folgt noch eine intensive Evaluationsphase, „um die Bildverarbeitung weiter zu perfektionieren“.

Nicht unumstritten

Das Verteidigungsministerium betont, dass das neu angeschaffte Waffensystem „weniger tödlich“ sei, dennoch ist es nicht unumstritten. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International warnte bereits zuvor, dass weltweit bereits Dutzende Menschen durch derartige Waffen ums Leben gekommen seien.

Darüber hinaus könnten sie auch schwere Verletzungen verursachen, etwa Knochen- und Schädelbrüche, innere Verletzungen oder Blutungen.

Auch das Fehlen eines klaren rechtlichen Rahmens für den Einsatz solcher Waffen in unserem Land könnte noch zum Problem werden. Die Regelung ist nicht vollständig klar und weist noch Lücken auf.

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