Der Erzbischof von Mechelen-Brüssel, Luc Terlinden, lenkte am Heiligen Abend seine Aufmerksamkeit auf „Menschen in Notlagen, Flüchtlinge und Ausgegrenzte“. „Mit ihnen identifiziert sich Jesus am meisten“, sagte er während der Mitternachtsmesse in der Kathedrale St. Michael und St. Gudula in Brüssel.
Erzbischof Terlinden denkt bei der Mitternachtsmesse an die Menschen in Not
In seiner Predigt zum Heiligen Abend betonte Erzbischof Terlinden Werte wie Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität und Brüderlichkeit: „Ist es nicht dringend geboten, im Namen der eben genannten Werte auf die Notlage der Menschen zu achten, die in sehr prekären Verhältnissen leben, insbesondere in der Stadt?“
Der Erzbischof wies darauf hin, dass auch Jesus selbst unter schwierigen Umständen in einem Stall geboren wurde. Seine Geburt wurde auch armen Hirten zum ersten Mal offenbart: „In dieser Weihnachtsnacht dürfen wir den Ruf all jener nicht vergessen, die Jesus zur Krippe einlädt - all jene in Notlagen, Flüchtlinge, Ausgegrenzte, denen wir auf unseren Straßen und Plätzen begegnen. Jesus identifiziert sich mit ihnen.“
„Es ist die Verantwortung eines jeden, dem Ruf der Schwächsten zu folgen und Gutes zu tun“, fuhr der Erzbischof fort: „Welchen Platz werden wir konkret an unserem Tisch, an unserem Festmahl, für diese Frauen, Männer und Kinder reservieren, die ausgegrenzt sind oder in Armut leben? Werden auch sie ein Anrecht auf unsere Aufmerksamkeit und unser Wohlwollen haben?“
Menschen in Notlagen mehr Aufmerksamkeit zu schenken, sei „unsere gemeinsame Verantwortung“, fügte Terlinden hinzu. In seiner Predigt erklärt er auch, dass er sich insbesondere an diejenigen wendet, die „regieren und damit einen unverzichtbaren Dienst für unsere Gesellschaft und das Gemeinwohl leisten“.
