Die diesjährige „Wärmste Woche“ fand am Heiligen Abend ihren krönenden Abschluss mit einer spektakulären Show an der C-Mine in Genk in der Provinz Limburg. Dort wurde am Abend auch das endgültige Spendenergebnis der Wohltätigkeitskampagne verkündet. Bis dahin wurden noch Musikwünsche gegen Spenden erfüllt, begleitet von berührenden und bewegenden Zeugnissen von Menschen mit unsichtbaren Krankheiten - das diesjährige Thema der jährlichen VRT-Solidaritätsaktion der Sender Studio Brussel und MNM. Die insgesamt 6.278 Aktionen brachten eine Spendensumme von 9.033.435 € zusammen. Damit werden rund 220 Projekte rund um das Thema der diesjährigen Aktion gefördert. Eine Woche lang hatte das Moderatorenteam aus Eva De Roo, Manu Van Acker, Dries Lenaerts und Kawtar Ehlalouch (Foto oben) von den beiden ausführenden VRT-Sendern "das Ding gerockt"...
Die "Wärmste Woche" in Flandern bringt Spenden in Höhe von 9.033.435 €
Besonders beeindruckend waren die Aussagen der Tochter und der Ehefrau von Belgiens Premierminister Bart De Wever (N-VA) zu ihrer Essstörung. Lisbeth, die Tochter von Bart De Wever und Veerle Hegge (die kürzlich ein Buch über ihre Krankheit veröffentlichte), hatte als erste bemerkt, dass auch ihre Mutter an Essstörung litt, unter der sie selbst so gelitten hatte, wie sie live in Genk bei der „Wärmsten Woche“ erzählte: „Es war schwer, meine Mutter mit der Krankheit zu sehen, unter der ich selbst so sehr gelitten hatte.“
Viel bewegt hat auch die Geschichte von Hafsa, ein 11 Jahre altes Mädchen mit marokkanischen Wurzeln. Sie leidet an einer seltenen lebensbedrohenden Blutkrankheit und sucht dringend nach einem Stammzellenspender. Bisher haben sich mehr als 2.800 Kandidaten gemeldet - auch aus den benachbarten Niederlanden, was etwas ganz besonderes darstellt, denn das Mädchen braucht eine Stammzellenspende nordafrikanischer Herkunft. Auch das Rote Kreuz freut sich über diese Entwicklung, da dieser Personenkreis in der Regel nur schwer zu erreichen ist…
Neuer Rekord für „Viva for Life“
Die jährliche Solidaritätskampagne „Viva for Life“ des frankophonen öffentlich-rechtlichen Rundfunks RTBF hat mit 8.907.464 € einen neuen Rekord aufgestellt. Dies gab der Sender jetzt bekannt. Die Veranstaltung ist das französischsprachige Pendant zur „Wärmsten Woche/Music for Life“ unseres Hauses VRT, der öffentlich-rechtliche flämische Rundfunk. Wie im Vorjahr fand „Viva for Life“ auch dieses Jahr in Seraing bei Lüttich statt.
Die 13. Ausgabe von „Viva for Life“ sammelte Spenden für den Kampf gegen Kinderarmut. Die drei Moderatoren Fanny Jandrain, Walid und Ophélie Fontana (Foto unten) waren auch dieses Jahr wieder in einem Glashaus eingeschlossen, um von dort aus 6 Tage und Nächte lang zu senden. Dies war auch bei den ersten Ausgaben von „Music for Life“ der Fall.
Ähnlich geht auch der WDR in Nordrhein-Westfahlen mit seiner Aktion „WDR 2 Weihnachtswunder“ in Essen vor, wo dieses Jahr Spenden für den Kampf gegen Hunger in NRW und weltweit gesammelt wurde. Hier kamen über 15,5 Mio. € für Projekte, die von den Tafeln NRW und Aktion Deutschland Hilft umgesetzt werden, zusammen.
Die Solidaritätsaktion „3FM Serious Request“, das niederländische Pendant zur „Wärmsten Woche“, hat die Rekordsumme von 18.423.566 € eingebracht, wie der Sender 3FM mitteilte. Auch hier sendete ein Moderatorenteam eine Woche lang aus einem gläsernen Studio - diesmal in Den Bosch.

