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Kampagne fordert mehr Respekt für die Einsatzkräfte in Brüssel an Silvester: "Jede Sekunde zählt"

Die regionale Brüsseler Sicherheitsbehörde safe.brussels startet eine Social-Media-Kampagne, um mehr Respekt für Rettungsdienste und Polizei an Silvester zu fordern. „Wer Rettungskräfte angreift, greift Menschen an, die Hilfe brauchen“, heißt es in der Botschaft der Behörde, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga und die regionale Nachrichtenplattform BRUZZ melden.

Andreas Kockartz
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In den letzten Jahren war Silvester in Brüssel zunehmend von Zwischenfällen, Ausschreitungen und einem Katz-und-Maus-Spiel zwischen Rettungsdiensten, Polizei und Unruhestiftern geprägt. So rückte die Brüsseler Feuerwehr am Silvesterabend vor einem Jahr 122 Mal aus - 49 % häufiger als im Vorjahr. Hinzu kamen 298 medizinische Notfalleinsätze, ein Anstieg um 43 % im Vergleich zu 2024, und 1.758 Polizeieinsätze - 38 % mehr, wie Zahlen von safe.brussels, die regionale Behörde für öffentliche Sicherheit in Brüssel , belegen.

Laut einer Umfrage der Behörde unter Rettungsdiensten fühlen sich laut BRUZZ 3 von 10 Feuerwehrleuten in der Silvesternacht besonders unsicher. Sie berichten davon, dass sie mit Feuerwerkskörpern beworfen wurden und von Randalierern, die Einsatzfahrzeuge beschädigen und die Einsatzkräfte teilweise mit Gewalt an ihrer Arbeit hindern. Solche Vorfälle seien auf „aufmerksamkeitssuchendes, reißerisches oder durch soziale Medien gesteuertes Verhalten“ zurückzuführen, so safe.brussels.

Appell

„Obwohl die Täter keine Verletzungen beabsichtigen, haben ihre Aktionen mitunter erhebliche Auswirkungen auf die Reaktionszeiten, wie aus der Umfrage ersichtlich ist. Wenn Feuerwerkskörper auf Feuerwehrleute abgefeuert oder Einsatzfahrzeuge beschädigt werden, geraten auch Bürger in Not in Gefahr“, betonte Sophie Lavaux, die Generaldirektorin von safe.brussels gegenüber BRUZZ.

Die Brüsseler Behörden appellieren daher an die Bevölkerung, die Einsatzkräfte nicht zu behindern. „In einer Nacht wie dieser zählt oft jede Sekunde“, betont Walter Derieuw, Sprecher der Brüsseler Feuerwehr. Derieuw begrüßt zwar die Gesetzesinitiative, die es Feuerwehrleuten erlauben würde, GoPros zu tragen, doch „solche Eingriffe zeigen einmal mehr, dass wir in einer verrückten Gesellschaft leben“. Die Botschaft für mehr Respekt ist bis zum 3. Januar auf Social-Media-Plattformen wie Instagram, Facebook und Snapchat zu sehen.

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