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Umwelt & Klima
Energie

Im Jahr 2025 wurden in Flandern nur 13 neue Windkraftanlagen gebaut 

In Flandern sind im vergangenen Jahr lediglich 13 neue Onshore-Windkraftanlagen hinzugekommen. Das berichtet die Vlaamse Wind Energie Associatie, der Branchenverband für Onshore-Windenergie. Allerdings zeichnet sich eine Besserung ab, betont Flanderns Energieministerin Depraetere.

Jens Van Reet
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Aktualisiertupdate:

Bis 2030 will Flandern 2.800 Megawatt (MW) Strom aus Windenergie erzeugen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssten jedes Jahr 175 MW an Leistung hinzukommen. In diesem Jahr waren es lediglich 43 MW. Das ist deutlich zu wenig, um das Ziel zu erreichen, und zudem der niedrigste Wert seit 15 Jahren.

Woran liegt das? An den geeignetsten Standorten für Onshore-Windkraftanlagen stehen inzwischen bereits Anlagen. Außerdem ist es bislang nicht einfach, eine Genehmigung für den Bau einer Windkraftanlage zu erhalten. Häufig fechten auch Anwohner Genehmigungen an.

Gerade der Protest gegen neue Windkraftanlagen ist der Grund dafür, dass Genehmigungen schwerer zu bekommen sind. „Windkraftanlagen entlang von Autobahnen, in Häfen und Industriegebieten werden schneller genehmigt. In der Nähe von Wohngebieten gelten Abstandsregeln, damit es weniger Protest gibt“, sagt Flanderns Energieministerin Melissa Depraetere (Vooruit, Sozialisten) in der Radiosendung De Ochtend im VRT Radio 1.

Ganz so dramatisch seien die Zahlen jedoch nicht, meint Bram De Wispelaere, CEO des Kompetenzzentrums Energyville. „Es ist allerdings ein Zeichen dafür, dass es keine Investitionssicherheit gibt.“

Besserung in Sicht

Die Branche erwartet ab dem kommenden Jahr eine Verbesserung. Am vergangenen Wochenende wurde bekannt, dass die flämische Regierung die Erteilung von Genehmigungen erleichtern will, auch für Windkraftanlagen.

„In den Verfahren werden Einsprüche gegen Windkraftanlagen Vorrang erhalten. So können wir Projektentwicklern schneller eine Genehmigung erteilen“, erläutert Depraetere.

Zudem werden Onshore-Windkraftprojekte ab dem kommenden Jahr wieder durch Grünstromzertifikate unterstützt, also durch Subventionen. Diese Zertifikate waren von der vorherigen flämischen Regierung abgeschafft worden, sollen nun aber potenziellen Investoren mehr Sicherheit geben.

„Das war keine kluge Entscheidung der vorherigen Regierung. Man sieht die Auswirkungen auch sofort in den Zahlen. Wenn keine Windkraftanlagen gebaut werden, hat das auch Auswirkungen auf die Energierechnung. Ab Januar führen wir diese Subventionen daher wieder ein.“

Wird das Ziel noch erreicht?

Ministerin Depraetere ist weiterhin zuversichtlich, dass das Ziel bis 2030 erreicht werden kann. „Wir haben in Flandern noch ausreichend Platz. Projektentwickler arbeiten auch an lokaler Akzeptanz, indem sie Anwohner in ihre Projekte einbinden. Niemand will Windkraftanlagen im eigenen Hinterhof, aber sie sind wichtig für die Energiepreise.“

„Außerdem gibt es einen Unterschied zwischen der Zahl der tatsächlich gebauten Windkraftanlagen und der Zahl der genehmigten Projekte. Wir haben viele Projekte genehmigt, sodass wir im Zeitplan liegen.“

Flanderns Energieministerin Depraetere

In einer früheren Version dieses Artikels war von 11 Windkraftanlagen die Rede, doch diese Zahlen waren nicht vollständig, teilt die Vlaamse Windenergie Associatie mit. Demnach handelt es sich in diesem Jahr um 13 Windkraftanlagen.

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