Flanderns Bildungsministerin Zuhal Demir (N-VA, flämische Nationaldemokraten) schaltet die Polizei ein, weil sie Drohungen von Schülern erhält. Demir steht seit der vergangenen Woche bei Jugendlichen in der Kritik, nachdem sie angekündigt hatte, die Zahl der schulfreien Tage zu begrenzen.
Bildungsministerin Demir schaltet Polizei ein nach Drohungen von Schülern, die sich gegen weniger schulfreie Tage stellen
Demir will ab dem kommenden Schuljahr die Zahl der pädagogischen Studientage deutlich reduzieren. Außerdem sollen Schülerinnen und Schüler möglichst bis zu ihren Prüfungen Unterricht haben. Es soll zudem weniger Zeit zwischen der letzten Prüfung und den Ferien verloren gehen.
Jugendliche reagieren empört: Seit der Ankündigung äußern sie ihren Unmut in den sozialen Medien, zudem kursiert eine Petition.
Einige Schüler nehmen die Ministerin persönlich ins Visier. „Ich habe auch Dinge gesehen, bei denen sie ein Fadenkreuz platzieren oder dazuschreiben: ‚Pass auf, oder du wirst der nächste Charlie Kirk‘. Das ist keine Meinung, sondern eine Drohung“, sagt Demir.
Nach Angaben des Kabinetts der Ministerin handelt es sich um 20 bis 30 Nachrichten über verschiedene Kanäle – vor allem per E-Mail –, die bedrohliche Sprache enthalten. Diese werden zur weiteren Untersuchung an die Polizei weitergeleitet.
„Ich will nicht dramatisieren, aber Drohungen gegen meine Person oder meine Familie gehen nicht, da ziehe ich eine klare Grenze. Diese Jugendlichen können dann auch Besuch von der Polizei bekommen“, sagt Demir.

