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60-jähriger Küster wegen Verdachts auf Mord und Vergewaltigung eines Minderjährigen kurzzeitig festgenommen

Ein 60-jähriger Küster aus der Provinz Antwerpen ist im Rahmen von Ermittlungen zu möglichen Fällen von Kindesmissbrauch und Mord kurzzeitig festgenommen worden. Das berichtet die flämische Tageszeitung Het Laatste Nieuws und die Staatsanwaltschaft bestätigt die Nachricht. Derzeit ist noch vieles unklar in dem Fall.

Jens Van Reet
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Am vergangenen Freitag wandte sich eine Person an die Polizei mit der Meldung, dass sich in den 2000er-Jahren in der Umgebung von Kalmthout (Provinz Antwerpen, nahe der Grenze zu den Niederlanden) „sehr schwere Straftaten“ ereignet haben sollen.

Ein 60-jähriger Küster aus Kalmthout soll zuvor gegenüber einem Bekannten gestanden haben, gemeinsam mit zwei weiteren Personen mehrere Kinder missbraucht sowie einen Jungen entführt und ermordet zu haben.

Die Staatsanwaltschaft Antwerpen wurde umgehend informiert und es wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Noch am selben Tag wurde der Küster festgenommen. Zwei Tage später ordnete der Untersuchungsrichter seine Inhaftierung wegen Verdachts auf Mord und Vergewaltigung eines Minderjährigen an. Inzwischen wurde der Küster wieder freigelassen.

Die Ermittlungen gehen aber weiter. „Seine Rolle bei den möglichen Taten wird derzeit noch umfassend untersucht. Außerdem wird ein Psychiater bestellt, der seinen geistigen Zustand eingehend prüfen wird“, so die Staatsanwaltschaft. 

Noch zwei Festnahmen

Am Dienstagvormittag wurden in der Umgebung von Kalmthout zwei weitere Hausdurchsuchungen durchgeführt. Dabei wurden zwei weitere Männer im Alter von 64 und 92 Jahren festgenommen. Beide wurden nach Vernehmungen wieder freigelassen.

Der 92-jährige Mann ist keine unbescholtene Person. Der Pfarrer wurde 2009 zu neun Jahren Haft wegen Kindesmissbrauchs und des Besitzes von Kinderporno verurteilt. Nach seiner Vernehmung wird entschieden, ob er dem Untersuchungsrichter vorgeführt wird.

„Wir nehmen die Meldung sehr ernst“, heißt es bei der Staatsanwaltschaft. „Die Ermittlungen befinden sich noch in einer absoluten Anfangsphase, und es muss noch sehr viel geprüft werden.“ So wird unter anderem untersucht, ob es in diesem Zeitraum eine beunruhigende Vermisstenmeldung gab, die mit den Aussagen des 60-Jährigen übereinstimmen könnte.

Nach Informationen von VRT NWS ist in der Umgebung von Essen und Kalmthout in diesem Zeitraum kein Jugendlicher verschwunden und nie wieder aufgefunden worden. Die Frage soll inzwischen jedoch auch den Niederlanden gestellt worden sein, da Kalmthout und Essen nahe der Grenze liegen.

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