Der Verwaltungsrat der Eisenbahngesellschaft NMBS/SNCB hat beschlossen, den Rahmenvertrag für neue Triebwagen dem spanischen Zughersteller CAF zu vergeben. Eine erste Bestellung über 180 Triebwagen im Wert von 1,7 Milliarden Euro wurde bereits aufgegeben. Die Fahrzeuge sollen ab dem Jahr 2030 in Betrieb gehen.
In einem zweiten Schritt können weitere 130 Einheiten bestellt werden. Die MR30-Fahrzeuge sollen ältere, häufig störanfällige Züge ersetzen. Vorgesehen sind elektrische Triebzüge sowie batterieelektrische Triebzüge, die die heutigen Dieselzüge ablösen sollen.
Bereits vor 3 Jahren hatte die NMBS eine europaweite Ausschreibung für diesen Milliardenauftrag gestartet. Der spanische Hersteller CAF ging daraus als bestes Angebot hervor.
Der französische Konzern Alstom, der Werke in Brügge und Charleroi betreibt, focht die Vergabe jedoch vor dem Staatsrat an. Dieser wies die Klage von Alstom zurück. Zuvor hatte der Staatsrat bereits eine ähnliche Klage des deutschen Unternehmens Siemens Mobility abgelehnt.
Der juristische Streit führte zu einer Verzögerung von mehr als einem halben Jahr.
