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Inland
Politik

Belgien: Aggressionen gegen Sozialarbeiter können zum Entzug von Sozialleistungen führen

Belgiens Ministerin für soziale Integration und Einwanderung, Anneleen Van Bossuyt (N-VA), hat diese neue Maßnahme in einem Rundschreiben bekannt gegeben. Anlass ist der Mord an einer Sozialarbeiterin in Gent im vergangenen Sommer. Die 56-jährige Sozialarbeiterin wurde Anfang des Jahres bei einem Hausbesuch im Genter Stadtteil Nieuw Gent getötet.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Laut Ministerin Van Bossuyt stellen Aggression und gewalttätige Übergriffe gegen Sozialarbeiter, insbesondere gegen das Personal der Öffentlichen Sozialhilfezentren (ÖSHZ), während ihrer Arbeitszeit ein zunehmendes Problem dar.

Das neue Rundschreiben wurde an alle örtlichen Sozialämter im ganzen Land versandt. Darin heißt es, dass jede nachweisbare Form von Aggression und/oder Gewalt gegen Mitarbeiter der ÖSHZ zum Entzug oder zur Verweigerung von Sozialleistungen führen soll.

"Wo Aggression beginnt, endet Solidarität"

Aggression beschränkt sich nicht auf körperliche Gewalt, erklärt Van Bossuyt. Auch körperliche Bedrohungen, verbale Übergriffe oder Einschüchterungen können zu Maßnahmen führen. „Wo Aggression beginnt, muss unsere Solidarität enden“, so die flämische Nationaldemokratin.

Wo die Sicherheit nicht gewährleistet werden kann, sollten Mitarbeiter des Ämter keine Hausbesuche durchführen. Die örtlichen Sozialdienste behalten die Autonomie, jeden Fall individuell zu beurteilen, betont die Ministerin.

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