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Brüssel ehrt die erste afroamerikanische Pilotin und die JPEG-Erfinderin mit neuen Straßennamen

In Brüssel werden zwei neue Straßen nach Frauen benannt. Die Ehrung geht an die Pilotin Bessie Coleman und die Mathematikerin und Wissenschaftlerin Ingrid Daubechies. Diese Entscheidung entspricht dem Bestreben der Stadt Brüssel, mehr Straßen nach Frauen zu benennen. 

Andreas Kockartz
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Bessie Coleman (1892-1926) war die erste afroamerikanische Pilotin. In den Vereinigten Staaten wurde ihr aufgrund ihrer Hautfarbe und ihres Geschlechts die Flugausbildung verweigert, doch in Frankreich erwarb sie ihre internationale Pilotenlizenz. Später nutzte sie ihre Bekanntheit, um gegen Diskriminierung in der Luftfahrt vorzugehen. Sie starb bei einem Testflug aufgrund eines technischen Defekts.

„Ihre Geschichte erinnert uns daran, wie viele Hindernisse Frauen überwinden mussten und weiterhin überwinden müssen, um die gleichen Rechte und Chancen wie Männer zu erhalten“, sagte Brüssels Stadträtin für öffentlichen Raum, Anaïs Maes (PS-Vooruit). Im Ortsteil Haren wird jetzt eine Straße in Bessie-Coleman-Straße umbenannt. Die neue Straße befindet sich am Brüsseler Rand unweit von Zaventem bzw. vom Brussels Airport, wo bereits mehrere Straßen mit Bezug zur Luftfahrt benannt sind.

Die Mutter des JPEG

Die zweite neue Straße wird nach Ingrid Daubechies (geb. 1954) benannt, einer belgischen Mathematikerin, die als Erfinderin des JPEG-Formats berühmt wurde. Dank ihrer Arbeit sind unsere Fotos scharf, benötigen wenig Speicherplatz und lassen sich leicht teilen. Im zukünftigen Viertel ZIR4 zwischen der Van Praet-Brücke und der Vuurkruisenlaan in der Brüsseler Gemeinde Neder-Over-Heembeek lernen die Mädchen und Jungen der dort entstehenden Schulen und Kindertagesstätten somit ein bekanntes weibliches Vorbild in Wissenschaft und Mathematik kennen.

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