Die flämische Unternehmensgruppe Heylen Warehouses prüft derzeit die Übernahme des Audi-Standorts in der Brüsseler Gemeinde Vorst (Foto), wie die dortige Direktion gegenüber der frankophonen Wirtschaftszeitung L’Echo mitteilte. Auch die Immobiliengruppe AG Real Estate könnte involviert sein, heißt es dazu bei der belgischen Nachrichtenagentur Belga.
Heylen Warehouses in aussichtsreicher Position für die Übernahme des ehemaligen Audi-Standorts in Brüssel
Das über 50 Hektar große Gelände könnte von Heylen Warehouses, der Logistikimmobilien-Sparte der flämischen Investmentgesellschaft Heylen, erworben werden. Dies erfuhr L’Echo von Audi. „Wir können bestätigen, dass die Due-Diligence-Prüfung (das Auditverfahren vor der Übernahme) läuft“, so Peter D’hoore, der Sprecher von Audi Brüssel. Er wollte sich weder dazu äußern, ob weitere Parteien an der Übernahme interessiert sind, noch zum Zeitpunkt eines möglichen Verkaufs.
Heylen Warehouses gehört zur gleichnamigen Familiengruppe, die 2001 von Wim Heylen, einer der vermögendsten Personen Belgiens, gegründet wurde. Die Heylen-Gruppe beschäftigt rund 3.200 Mitarbeiter in über 40 Unternehmen verschiedenster Branchen, darunter Energie, Technologie, Lebensmittel, Eventmanagement und Küchenausstattung.
Das Unternehmen ist ein privilegierter Partner von AG Real Estate (AG RE), der Immobiliensparte der AG Versicherung. Zuverlässigen Quellen zufolge könnte AG RE an der Übernahme und Neuentwicklung des ehemaligen Audi-Geländes beteiligt sein. Die Due-Diligence-Prüfung umfasst eine gründliche Analyse des Geländes vor einer Übernahme. Dadurch kann ein potenzieller Käufer alle finanziellen, rechtlichen, steuerlichen, kommerziellen und operativen Risiken und Chancen identifizieren und sich so ein umfassendes Bild vom Kaufprozess verschaffen.
