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Neuer Fahrplan in Belgien: Wie sieht dies für die Zugverbindungen im Inland auf bei den internationalen Verbindungen aus?

Ab dem 14. Dezember verkehrt wochentags ein zusätzlicher Zug zwischen Dendermonde und Brüssel. Dieser fährt morgens in Dendermonde und abends in Brüssel-Süd ab. Zusätzlich werden die S-Bahnen im Nahverkehr im Raum Gent und Brüssel sowohl wochentags als auch am Wochenende verstärkt. Diese und andere Neuerungen sind hier aufgelistet - auch Neuerungen im internationalen Fernverkehr via Belgien.

Andreas Kockartz
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Im vergangenen Jahr unterzeichneten 1.600 Pendler eine Petition für einen zusätzlichen Zug während der Hauptverkehrszeiten auf der Strecke zwischen Dendermonde und Brüssel. Die NMBS hatte damals eine Umsteigemöglichkeit in Jette eingestellt. Dadurch waren alle Pendler gezwungen, den stündlich verkehrenden Nahverkehrszug zu nutzen. Dies betraf Fahrgäste, die an den Bahnhöfen Asse, Merchtem, Opwijk, Dendermonde und Lebbeke zustiegen.

Jetzt fährt wochentags während der Hauptverkehrszeiten ein zusätzlicher Zug. Dieser fährt morgens in Dendermonde und abends in Brüssel-Süd/Midi ab. Unterwegs halten diese Züge unter anderem in Lebbeke, Heizijde, Brüssel-Nord und Brüssel-Zentral.

„Es handelt sich um eine Sondermaßnahme“, bestätigt Dimitri Temmerman, Sprecher der SNCB/NMBS: „Es gab eine enorme Nachfrage nach einem zusätzlichen Zug auf dieser Strecke. Daher haben wir die Möglichkeiten geprüft und freuen uns sehr, dies anbieten zu können. Zusätzlich wird der Nahverkehr rund um Brüssel und Gent verstärkt. Diese Züge halten an verschiedenen Bahnhöfen in Ostflandern.“

S-Bahnzug in Antwerpen-Zentral

Zusätzliche S-Bahnzüge unter der Woche

Die S4-Züge zwischen Aalst, Denderleeuw, Jette und dem Europaviertel verkehren künftig zweimal pro Stunde statt einmal. Einer dieser Züge fährt weiter bis Louvain-la-Neuve. Ein S10-Zug verkehrt bereits zwischen Aalst und Jette und endet in Brüssel-Süd. Damit gibt es jetzt drei Züge pro Stunde in beide Richtungen auf dieser Strecke. Diese Züge halten unter anderem auch am Bahnhof Erembodegem.

Die S3-Züge zwischen Geraardsbergen und Denderleeuw verkehren tagsüber zweimal stündlich. Derzeit gilt dies nur während der Hauptverkehrszeiten. Diese Züge halten auch an den Bahnhöfen Schendelbeke, Idegem, Zandbergen, Appelterre, Eichem, Ninove, Okergem und Iddergem.

Die S5-Züge zwischen Edingen, Halle und Mechelen verkehren an Schultagen tagsüber zweimal stündlich nach Geraardsbergen. Da bereits ein S3-Zug zwischen Geraardsbergen und Halle verkehrt, stehen zwischen den beiden Bahnhöfen in beide Richtungen drei S-Bahnzüge pro Stunde zur Verfügung. Diese Züge halten unter anderem auch am Bahnhof Viane-Moerbeke.

Anpassungen am Wochenende

Am Wochenende verkehrt außerdem stündlich ein S4-Zug zwischen Aalst, Jette und dem Brüsseler Europaviertel mit Halten in Brüssel-Luxemburg und Brüssel-Schuman. Da bereits ein S10-Zug zwischen Aalst und Jette verkehrt, stehen samstags und sonntags zwischen den beiden Bahnhöfen in beide Richtungen zwei Züge pro Stunde zur Verfügung.

Sonntags verkehrt der Zug S51 zwischen Eeklo, Gent, Oudenaarde und Ronse ab dem 14. Dezember stündlich statt alle zwei Stunden auf dem Genter Vorort-S-Bahnnetz. Dieser Zug hält auch in Waarschoot, Sleidinge, Evergem, Wondelgem, Gent-Dampoort, Gent-Sint-Pieters, De Pinte, Eke-Nazareth, Gavere-Asper, Zingem, Eine und Oudenaarde.

Am Wochenende schließlich fährt der Intercity-Zug De Panne – Gent-Sint-Pieters – Brüssel weiter nach Löwen. Unterwegs hält dieser Zug in Wetteren, Schellebelle, Serskamp, Lede, Aalst und Denderleeuw und bietet an allen diesen Bahnhöfen am Wochenende eine direkte Verbindung nach Leuven.

Der Intercity-Verkehr zwischen Charleroi und Brüssel sowie zwischen Lüttich und Brüssel wird verdoppelt: von einem auf zwei Züge pro Stunde und Richtung. Der neue Intercity-Zug zwischen Lüttich und Brüssel wird auch den Flughafen Brüssel anfahren.

Ab dem 14. Dezember 2025 werden auch die L-Verbindungen Libramont-Arlon und Arlon-Luxemburg miteinander verbunden. Reisende zwischen der Provinz Luxemburg und dem Großherzogtum Luxemburg können ab sofort direkt zwischen Libramont, Habay, Arlon und Luxemburg-Stadt fahren, ohne in Arlon umsteigen zu müssen.

Im September 2026 tritt eine zweite Phase in Kraft

Ab September 2026 verkehren die S62 Charleroi – La Louvière – Manage – Luttre – Charleroi und die S63 Erquelinnes – Charleroi samstags stündlich im S-Bahn-Netz von Charleroi statt alle zwei Stunden.

Im Raum Antwerpen verkehrt ab September 2026 die neue S33 Antwerpen – Herentals – Mol stündlich an allen Wochenenden. Diese Verbindung übernimmt die Haltestellen Kessel, Nijlen und Bouwel des IC zwischen Turnhout und Antwerpen und verkürzt so die Fahrzeit zwischen Antwerpen und Herentals. Die S33 hält außerdem in Wolfstee, Boechout und Mortsel.

Ab September 2026 verkehrt die L-Bahnlinie Hasselt – Mol sonntags stündlich statt alle zwei Stunden.

Der "Europa"-ICE in Brüssel Süd/Midi

Der internationale Fahrplan 2026 beinhaltet mehrere Neuerungen ab dem 14. Dezember 2025

Die ÖBB streicht ab Mitte Dezember ihre Nachtzugverbindungen zwischen Wien und Paris. Die „Nightjet“-Züge zwischen Brüssel und Wien fahren aber weiterhin. „Aufgrund des Wegfalls staatlicher Subventionen in Frankreich ab 2026 sehen wir uns leider gezwungen, die Verbindungen Wien-Paris und Berlin-Paris zum 14. Dezember 2025 einzustellen“, heißt es auf der Website des ÖBB-Nightjet.

In einer Pressemitteilung zu dieser Entscheidung wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Nachtzugverbindung Brüssel-Wien auch 2026 bestehen bleibt. Die „Nightjets“ verkehren weiterhin dreimal wöchentlich zwischen der belgischen und der österreichischen Hauptstadt.

Der Nachtzug Paris–Berlin wird im März 2026 wieder aufgenommen und fährt dann auch wieder über Brüssel. Der Zug fährt alle zwei Tage im Wechsel mit dem bestehenden Nachtzug Brüssel–Prag. Der Zug fährt vom Pariser Nordbahnhof ab und fährt über Douai, Aulnoye, Mons, Brüssel, Lüttich und Aachen nach Berlin. Anders als bei früheren Verbindungen wird dieser Zug nicht über Amsterdam fahren.

Zusätzlich sind ab September 2026 vier ICE-Züge pro Tag zwischen Köln und Antwerpen fahren, die den Flughafen Brüssel bedienen, was die Anbindung von NRW an die belgische Hauptstadt verbessert, geplant. Damit wird der Brüsseler Flughafen erstmals an das ICE-Netz angebunden – praktisch für Reisende, die Bahn und Flugzeug kombinieren möchten. Die neue Verbindung wird auch die Universitätsstadt Löwen (Leuven) in der Provinz Flämisch-Brabant anfahren sowie Lüttich-Guillemins und Aachen HBF. 

ÖBB-"Nightjet" auf der Verbindung Wien-Brüssel

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