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In Flandern sind offiziell über eine Million Appartements registriert

Erstmals sind in Flandern mehr als eine Million Appartements registriert. Das belegen die Zahlen des belgischen Statistikamtes Statbel und entspricht fast einer Verdopplung innerhalb von 20 Jahren. Die Politik hinkt jedoch noch hinterher. „Das Bild des freistehenden Bauernhauses ist wirklich überholt“, sagt Kristophe Thijs vom Immobilienverband CIB.

Andreas Kockartz
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Jeder dritte Haushalt in Flandern ist ein Appartement. Damit ist diese Art der Wohnung die hier am meisten verbreitete Wohnform. Rund ein Viertel aller Flamen lebt demnach in einer Wohnung.

„Die veränderte Demografie spielt dabei eine Rolle. Es gibt deutlich mehr Singles und deutlich mehr ältere Menschen. Zudem konzentrieren sich Investoren auf den Wohnungsmietmarkt. Wohnungen sind einfach erschwinglicher“, so Kristophe Thijs vom Immobilienverband CIB.

Hinzu kommt die räumliche Realität. Flandern wird zunehmend dichter bebaut, daher muss man vertikal denken. Auch wurden bewusste politische Entscheidungen getroffen, um die Stadtkerne zu stärken. Man kann sagen, dass Flandern sich mehr und mehr urbanisiert. 

Veraltetes Denken?

Doch laut Thijs konzentriert sich die Politik immer noch zu oft auf das klassische Einfamilienhaus: „Und insbesondere auf das stereotype freistehende Bauernhaus. Dabei ist dieses Bild völlig überholt.“

„Die Regierung muss ein Bewusstsein für Mehrfamilienhäuser entwickeln“, so Thijs. Bei der Gestaltung von Förderprogrammen denkt in Flandern man nicht immer an Mehrfamilienhäuser. Beispielsweise wurden die Bewohner von Mehrfamilienhäusern beim flämischen Programm ‚Meine RenovierungsPrämie‘ nicht ausreichend berücksichtigt.“

„Gleichzeitig stammt die Hälfte unserer Mehrfamilienhäuser aus der Zeit vor 1980. Sie müssen dringend saniert werden, um die Energiestandards zu erfüllen. Doch hierbei ist staatliche Unterstützung nötig, um die Wohnungseigentümer und -vermieter dazu zu bewegen, hier aktiv zu werden, denn das kostet enorm viel Geld“, so Immobilienfachmann Thijs.

Hält man in Flandern zu oft an diesem klassischen Wohnbild fest?

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