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Die Messungen der Grundwasserstände in Flandern werden ab sofort automatisch, häufiger und schneller durchgeführt

Die Messungen, die die regionale Flämische Umweltgesellschaft (VMM) derzeit monatlich durchführt, können jetzt automatisch, häufiger und schneller erfolgen. Das VMM hat Sensoren in den Messbrunnen installiert, die die Wasserstände automatisch erfassen. Die VMM betreibt rund 600 Messbrunnen in ganz Flandern. Insgesamt wurden 900 Messsensoren in diesen Brunnen installiert, mit denen der Grundwasserstand bis jetzt monatlich in verschiedenen Tiefen gemessen wurde. 

Andreas Kockartz
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Bisher erfolgte diese Messung manuell mit einem in den Brunnen eingeführten Maßband. Künftig werden die Wasserstände in 700 der 900 Messstellen, also in rund 75 % des gesamten Messnetzes, automatisch übermittelt. Dies geschieht auch deutlich häufiger als bisher: Die Sensoren messen die Wasserstände alle vier Stunden.

„Die monatlichen Messungen lieferten mitunter ein verzerrtes Bild der Situation. Sie waren nur eine Momentaufnahme: Manchmal erfolgte die Messung direkt nach einem Starkregen, während es im Rest des Monats trocken war“, erklärt Jan Corluy (VMM), Spezialist für Grundwassermanagement. „Das ergab nicht immer ein genaues Bild der Lage. Durch die nahezu Echtzeit-Messung der Wasserstände erhalten wir ein deutlich präziseres Bild.“ 

Vor zwei Jahren wurde die Region Westhoek in der Provinz Westflandern überschwemmt und das vergangene Jahr war das nasseste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen – eine Katastrophe für die Landwirtschaft. Dank der automatischen Grundwassermessungen werden Prognosen einfacher, fährt Jan Corluy fort: „Die Sensormessungen ermöglichen uns, unsere Modelle deutlich zu verbessern. Wir erhalten mehr Messwerte und können diese besser kalibrieren. Die Modelle werden in der Lage sein, das Verhalten des Grundwassers an einem bestimmten Ort genauer vorherzusagen.“ 

Flanderns Umweltminister Jo Brouns

„Durch die automatische Erfassung aller Daten zu den Grundwasserständen können wir die Wasserstände besser vorhersagen und präventive Maßnahmen zu deren Anhebung ergreifen“, so Flanderns Umweltminister Jo Brouns (CD&V): „Dies ist angesichts des Klimawandels von entscheidender Bedeutung. Der Grundwasserspiegel muss ausreichend hoch bleiben, um die Bodenqualität, industrielle Prozesse, die Landwirtschaft und unser Trinkwasser zu erhalten.“

Manuelle Messungen werden allerdings weiterhin vierteljährlich durchgeführt. Dies ist notwendig, um die Ergebnisse zu vergleichen und die Sensoren gegebenenfalls zu kalibrieren, heißt es dazu beim Umweltamt VMM.

Schnelle Pegelmessergebnisse
In den vergangenen Jahren hatte Flandern desöfter mit Hochwasser, Überschwemmungen und ähnlichem zu kämpfen, aber auch mit Trockenheit und zu niedrigen Grundwasserpegeln

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