Die Staatsanwaltschaft Limburg ermittelt wegen des ungewöhnlichen Todes einer 46-jährigen Frau aus Lommel. In ihrem Blut wurde mutmaßlich eine zu hohe Dosis Semaglutid gefunden, eines Wirkstoffs zur Gewichtsreduktion. Einer der bekannten Handelsnamen von Semaglutid ist Ozempic. Die Föderale Arzneimittelagentur rät ausdrücklich davon ab, das Mittel online zu kaufen.
Staatsanwaltschaft prüft, ob Frau aus Limburg an hoher Dosis Abnehmwirkstoff starb
Aufgrund ihres Todes aktivierte die Staatsanwaltschaft das Protokoll für außergewöhnliche Todesfälle. Ein Rechtsmediziner führte eine äußere und innere Leichenschau durch, anschließend wurde eine toxikologische Untersuchung veranlasst.
Die Ergebnisse dieser Untersuchung liegen noch nicht vor. Der Bericht soll Klarheit darüber bringen, ob sich tatsächlich eine überhöhte Menge Semaglutid im Körper der Frau befand – ein Stoff, der auch im populären Abnehmpräparat Ozempic enthalten ist.
„Das Opfer soll das Schlankheitsprodukt vermutlich online gekauft und ohne medizinische Begleitung eingenommen haben. Die Ermittlungen werden von der lokalen Polizei in Lommel unter Leitung des Untersuchungsrichters in Hasselt geführt“, erklärt Anna Degraen, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Limburg.
Einer der bekannten Markennamen von Semaglutid ist Ozempic – eigentlich ein Medikament zur Behandlung von Typ-2-Diabetes, das inzwischen jedoch als Mittel im Kampf gegen Übergewicht breite Aufmerksamkeit erlangt hat. Das Arzneimittel ist grundsätzlich nur auf ärztliches Rezept erhältlich, und eine strenge medizinische Begleitung wird beim Gebrauch von Semaglutid dringend empfohlen.
Die Föderale Agentur für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte mahnt alle Personen, die auf Ozempic angewiesen sind, das Mittel ausschließlich in der Apotheke und nicht im Internet zu kaufen.
