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Neu am 1. Dezember: Soldaten verstärken die Bewachung von Nuklearanlagen, der Meiler Doel 2 stillgelegt, Bundesbehörden verbieten DeepSeek

deDas Verteidigungsministerium weitet ab Dezember den Einsatz von Militärpersonal bei der Bewachung der Nuklearanlagen in Mol, Geel und Dessel (jeweils Provinz Antwerpen) aus. Gleichzeitig verabschiedet sich Belgien vom Reaktor Doel 2 und betreibt damit nur noch zwei Kernreaktoren. Zudem hat die Bundesregierung beschlossen, das chinesische KI-System DeepSeek aufgrund von Bedenken hinsichtlich Datenschutz und Datensicherheit ab dem 1. Dezember von der Nutzung von Dienstgeräten in den Behörden auszuschließen.

Andreas Kockartz Belga
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Soldaten verstärken die Bewachung von Nuklearanlagen

Seit dem 1. Juli unterstützt das Verteidigungsministerium die Bundespolizei mit Militärpersonal, Ausrüstung und Infrastruktur für die Sicherheit der Kernkraftwerke Doel und Tihange. Ab dem 1. Dezember wird diese Unterstützung auf das Kernforschungszentrum SCK CEN in Mol, die föderale Forschungsstelle in Geel und Belgoprocess, das für die Verarbeitung und Lagerung radioaktiver Abfälle in Dessel zuständige Unternehmen, ausgeweitet. Ab dem 1. April 2026 wird auch Militärpersonal das Nationale Institut für Radio-Elemente in Fleurus (Hennegau) sichern.

Nur noch zwei Kernreaktoren in Belgien

Belgien wird ab dem 1. Dezember nur noch zwei Kernreaktoren für die Energiegewinnung nutzen, nachdem der Reaktor Doel 2 nach 50 Jahren am Sonntagabend endgültig abgeschaltet wird. Doel 2 ist der fünfte belgische Reaktor, der stillgelegt wurde, nach den vorherigen Abschaltungen von Doel 3, Tihange 2, Doel 1 und Tihange 1. Doel 4 und Tihange 3 dürfen noch zehn Jahre, bis 2035, weiterbetrieben werden.

Doel 2 war mit einer Leistung von 445 Megawatt einer der kleineren Reaktoren Belgiens. Das Kraftwerk in Doel bei Antwerpen am Ufer der Schelde nahm am 1. Dezember 1975 offiziell die Stromproduktion auf. Jetzt, wo der Reaktor abgeschaltet und vom Hochspannungsnetz getrennt ist, beginnt die Stilllegungsphase. Dies ist eine Vorbereitung für den eigentlichen Abbau, der erst 2029 beginnen wird. Der eigentliche Abriss ist für den Zeitraum zwischen 2039 und 2040 geplant.

DeepSeek in der Bundesregierung verboten

Die Mitarbeiter der belgischen Bundesbehörden dürfen keine Anwendungen des chinesischen KI-Systems DeepSeek mehr nutzen. Laut einem kürzlich von der Ministerin für die Modernisierung der öffentlichen Verwaltung, Vanessa Matz (Les Engagés), veröffentlichten Rundschreiben müssen alle Anwendungen bis zum 1. Dezember von den Dienstgeräten entfernt werden. Das KI-Sprachmodell DeepSeek gilt als chinesisches Äquivalent des amerikanischen ChatGPT. In vielen Ländern werden jedoch Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes bzw. der Datensicherheit geäußert.

Die Entscheidung, das chinesische Modell auf belgischer Bundesebene bei den Ämtern und Behörden zu verbieten, folgte einer Analyse des Zentrums für Cybersicherheit. „Nach dieser Analyse und unter Berücksichtigung der Risiken im Zusammenhang mit dem Schutz der an das DeepSeek-System übertragenen Daten wurde beschlossen, das chinesische System vorsorglich von den Arbeitsplätzen der Bundesbehörden zu verbannen“, erklärte Ministerin Matz: „Das Verbot der Nutzung dieses Systems ist eine Frage der Wachsamkeit. Wir garantieren, dass unsere Regierungsdienste ein sicheres und vorbildliches Umfeld bieten.“

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