Die flämische Regierung hat ein Investitionsprogramm in Höhe von 3,2 Mia. € für die Schulinfrastruktur angekündigt. Mit diesem Geld sollen neue Schulen gebaut und bestehende Schulgebäude saniert werden. Die Investitionen werden über die laufende Legislaturperiode bis 2029 verteilt.
Flanderns Landesregierung investiert 3,2 Mia. € in den Bau und die Sanierung von Schulgebäuden
Zu Beginn der Legislaturperiode 2024 kündigte die flämische Bildungsministerin Zuhal Demir (N-VA) an, mehr in Schulgebäude investieren zu wollen. Um einen Teil der Investitionen in die Schulinfrastruktur zu finanzieren, ergriff sie einige Maßnahmen bzw. Einsparungen, darunter umstrittene Kürzungen im Budget für Schullaptops.
Das jährliche Investitionsbudget für Schulgebäude wird von 571 Mio. € in diesem Jahr auf 750 Mio. € pro Jahr im Jahr 2029 steigen. Insgesamt werden 3,2 Mia. € in die Sanierung bestehender Schulgebäude und den Bau neuer Schulen investiert. Dies ist die größte Investition in Schulgebäude, die im belgischen Bundesland Flandern jemals getätigt wurde.
Sanierungsstau und Asbestbeseitigung
Neben neu zu bauenden Schulgebäuden werden auch alte Gebäude saniert, deren Barrierefreiheit verbessert und die Infrastruktur modernisiert, um den aktuellen Bedürfnissen gerecht zu werden. Landesbildungsministerin Demir erklärte gegenüber Journalisten: „Wir fangen nicht bei null an. Aber der Sanierungsstau ist enorm: Wartelisten, zu alte Gebäude, Energieineffizienz.“
Die flämische Nationaldemokratin Demir kündigte außerdem Maßnahmen an, die die vollständige Asbestsanierung aller flämischen Schulen gewährleisten sollen. Ein entsprechender Erlass wurde vom Bildungsausschuss des Flämischen Parlaments kürzlich erst verabschiedet: „Asbest hat in einer Umgebung, in der Kinder täglich spielen und lernen, nichts zu suchen. Deshalb erstatten wir die Kosten für die Asbestsanierung zu 100 %.“ Laut einer aktuellen Studie weisen 61 % der Schulgebäude noch immer Asbest auf.
