Zum Hauptinhalt springen
Inland
Wirtschaft

Wirtschaftsverbände begrüßen das Haushaltsabkommen

Unizo, der Verband der selbstständigen Unternehmer in Flandern, reagiert „sehr positiv“ über das am Montag von der belgischen Bundesregierung erzielte Haushaltsabkommen. Auch Comeos, der Verband des Handelsgewerbes, Fedustria und die Verbraucherschutzorganisation Testaankoop zeigen sich zufrieden.

Belga Martina Luxen
Veröffentlicht:

"Ein flexiblerer Arbeitsmarkt, die allgemeine Einführung von Flexi-Jobs in allen Sektoren, 360 steuerlich begünstigte freiwillige Überstunden, eine Lockerung der Nachtarbeit für die Logistik und verwandte Branchen … Diese Maßnahmen bilden die Grundlage für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen. Wir sind zufrieden, dass die Regierung daran festhält“, so Bart Buysse von Unizo.

Unizo, Comeos, Fedustria: Daumen hoch für Steuer auf außereuropäische Pakete

Die flämische Mittelstandsvereinigung Unizo, der Verband des Handelsgewerbes Comeos und der Fedustria-Verband (Textil, Holz, Möbel-) freuen sich alle, dass die Regierung eine Steuer auf Pakete aus Nicht-EU-Ländern verhängt und dass die allgemeine Mehrwertsteuererhöhung ausbleibt.

Die getroffenen Maßnahmen sind ein erster Schritt hin zu fairen Wettbewerbsbedingungen für unsere Händler“, kommentierte Pascal De Greef von Comeos.

Auch die Deckelung der automatischen Lohnindexierung in den Jahren 2026 und 2028 bekommt Zuspruch: Letztere Maßnahme sei „eine willkommene Bremse für die Explosion der Lohnkosten“. Jeder zweite Beschäftigte in Belgien ist von dem Indexsprung für Löhne ab 4.000 Euro brutto betroffen.

Weniger begeistert ist Unizo hingegen von der Erhöhung der Quellensteuer auf die Ausschüttung von Gewinnen kleiner Gesellschaften. „Das geht über das hinaus, was vereinbart war, und betrifft jeden Unternehmer mit einer Gesellschaft“, meint Buysse.

Verbraucherschutz findet viel Gutes am Haushaltsabkommen

Die Verbraucherschutzorganisation Testaankoop freut sich, dass bei der Haushaltsplanung keine allgemeine Mehrwertsteuererhöhung beschlossen wurde, insbesondere nicht für Grundbedürfnisse wie Lebensmittel oder Strom. „Einziger Wermutstropfen: Übernachtungen in Hotels und auf Campingplätzen sowie Sport- und Freizeitaktivitäten klettern von 6 auf 12 Prozent. Das wird vor allem Menschen treffen, die sich Reisen finanziell ohnehin schwer leisten können“, so die Organisation.

Testaankoop begrüßt auch die Entscheidung, die Verbrauchssteuern auf Strom zu senken. Zur Steuer von 2 Euro auf kleine Pakete meint die Organisation, es sei sinnvoll, den Zollbehörden mehr Ressourcen zur Verfügung zu stellen, um die Millionen von Paketen zu bewältigen, die täglich in der EU ankommen.

Meistgelesen

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5