Das belgische Verteidigungsministerium beschafft 18 Pilatus PC-7 MKX-Übungsmaschinen vom Schweizer Hersteller Pilatus. Es handelt sich um Turboprop-Flugzeuge (mit Propeller), die zur Ausbildung von neuen Piloten für die Luftwaffe eingesetzt werden. Die bisherigen Maschinen, die veralteten Marchetti SF-260, waren gut 55 Jahre im Einsatz. Der Vertrag hat ein Volumen von rund 40 Mio. € pro Jahr.
Die neuen Piloten der belgischen Luftwaffe werden bald auf neuen Flugzeugen aus der Schweiz ausgebildet
Das belgische Verteidigungsministerium entschied sich für den Schweizer Hersteller Pilatus, nachdem die Niederlande und Frankreich zuvor solche PC-7 MKX-Übungsmaschinen erworben hatten. Die 18 Flugzeuge werden auf dem Stützpunkt Beauvechain (Wallonisch-Brabant) stationiert. Sie ersetzen die veraltete Marchetti SF-260-Flotte, die beeindruckende 55 Jahre im Einsatz war. „Alle Nachwuchspiloten der Luftwaffe werden ihre Grundausbildung auf diesem Flugzeug absolvieren“, so General Geert De Decker gegenüber VRT NWS.
Pilatus - Europäisches Trainingsflugzeug: Sicher und zuverlässig
Die Pilatus PC-7 MKX ist ein Übungsflugzeug zur Ausbildung junger Piloten. Sie verfügt über ein „Glascockpit“ mit modernen Instrumenten, ähnlich denen in den neuesten Flugzeugen. Die neue Version hat einen leistungsstärkeren Motor und ist für erhöhte Sicherheit mit Schleudersitzen ausgestattet. Das Flugzeug ist speziell für einfaches Fliegen konzipiert. Sie ist ein Zweisitzer, wobei der Fluglehrer hinter dem Flugschüler sitzt und die gleichen Bedienelemente verwendet.
Die Nachwuchspiloten der belgischen Luftwaffe lernen unter anderem, wie sie auf extreme Flugbedingungen mit hohen G-Kräften reagieren und wie sie in Notfallsituationen die Kontrolle über das Flugzeug wiedererlangen (Die G-Kraft ist ein Maß für die Beschleunigung, die durch die Schwerkraft der Erde auf einen Gegenstand oder eine Person ausgeübt wird). Diese Manöver sollen die Flugschüler auf das Fliegen von Kampfflugzeugen vorbereiten.
Leasing-Vertrag inkl. Flugsimulator
Das Verteidigungsministerium beschafft nicht nur Flugzeuge - Pilatus liefert auch Flugsimulatoren mit Virtual-Reality-Systemen. Es handelt sich dabei konkret um einen Dry-Lease-Vertrag, bei dem das Verteidigungsministerium das Flugzeug vom Hersteller mietet. Pilatus übernimmt auch die Wartung.
„Nach Frankreich und den Niederlanden hat sich nun auch Belgien für die neueste PC-7 MKX von Pilatus entschieden, ein Flugzeug, das sich als hervorragend für die Ausbildung erwiesen hat“, so Verteidigungsminister Theo Francken (N-VA) gegenüber VRT NWS. Die älteren Marchetti-Maschinen bleiben noch einige Jahre, mindestens bis 2027, im Einsatz, bevor die neuen Pilatus-Flugzeuge ihre Rolle als Übungsflugzeuge übernehmen.
