Die belgischen Verkehrsunternehmen melden bis zu 16 Fälle von Aggression gegen das Fahrpersonal in Bussen und Bahnen. Letztes Jahr wurden etwa 6.000 Meldungen von körperlicher oder verbaler Gewalt gegen Busfahrer, Tramfahrer oder Zugschaffner registriert. Das war ein Anstieg um 6 % gegenüber 2023. Und im laufenden Jahr sieht es nicht besser aus.
Sicherheit in Bussen und Bahnen: Belgiens ÖPNV-Unternehmen melden 16 Angriffe auf das Fahrpersonal pro Tag
Die vier großen ÖPNV-Unternehmen in Belgien - die Staatsbahn NMBS/SNCB, die flämische Verkehrsgesellschaft De Lijn, ihr wallonisches Pendant TEC und die Brüsseler MIVB/STIB - lancieren deshalb jetzt eine Kampagne, die dazu aufruft, die Mitarbeiter in den Bussen und Bahnen zu respektieren.
Gewalt gegen Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe hinterlassen Spuren. Alleine 2024 mussten sich rund 780 Kollegen nach solchen Vorfällen krank melden, da sie eine Zeit lang arbeitsunfähig waren - sowohl aus körperlichen Gründen, als auch vor psychischem Hintergrund.
Die belgischen ÖPNV-Unternehmen rufen die Fahrgäste dazu auf, die geltenden Vorschriften in ihren Bussen und Bahnen einzuhalten. Das betrifft in erster Linie das Vorhandensein eines Fahrscheins bzw. einer Fahrkarte oder eines Abonnements. Doch auch über Respekt unter den Fahrgästen, Höflichkeit und Sauberkeit in den Fahrzeugen würde man sich freuen…
