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Brüssel: Jeden Monat landen mindestens zwei Neugeborene in Obdachlosenunterkünften

Die Brüsseler Obdachlosenorganisation Samusocial hat in diesem Jahr bereits 150 Babys bzw. Kleinkinder, die jünger als 1 Jahr waren, aufgenommen. Gleichzeitig muss Samusocial Familien mit kleinen Kindern wegen Platzmangels abweisen. Diese Nachricht gab die Organisation im Anschluss an eine neue Kampagne bekannt, die auf die Probleme von Kleinkindern auf der Straße und in Obdachlosenunterkünften aufmerksam machen soll, berichtete die flämische Tageszeitung De Standaard am Montag. Die Meldung erschien auch in den frankophonen Zeitungen La Libre Belgique und Le Soir.

Andreas Kockartz
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Von diesen 150 Babys kamen 28 Kinder direkt von aus dem Kreissaal in eine Obdachlosenunterkunft. In den letzten Jahren hat Samusocial eine ähnliche Anzahl von Babys und Kindern jünger als 1 Jahr aufgenommen. Zwischen Juni 2024 und Mai 2025 waren es 243. Seit einiger Zeit wird etwa ein Viertel der rund 1.100 Betten in den Obdachlosenunterkünften von Samusocial in Brüssel an Minderjährige vergeben. Im Jahr 2025 wurden zudem 28 Babys in solchen Unterkünften geboren.

Die größte Obdachlosenorganisation der Hauptstadt hat sowieso zunehmend Schwierigkeiten, den Bedarf an Schlafplätzen zu decken. Seit September musste man dort 2.161 Menschen, darunter 613 Familien, aufgrund von Platzmangel abweisen. Die Hälfte von ihnen war zuvor noch nie in einer Einrichtung untergebracht.

Personen aufgenommen, die hier nicht her gehören

„In einem Sozialstaat können wir es uns schlichtweg nicht leisten, dass Mütter mit kleinen Kindern, ja sogar Babys, auf der Straße landen“, so Sarah de Liamchine, Direktorin von Samusocial. Auch die Zahl älterer Menschen, die Samusocial aufnimmt, steigt. Einige von ihnen verbringen ihre letzten Lebensjahre in den Einrichtungen, obwohl diese dafür nicht ausreichend ausgestattet sind.

Zudem werden immer mehr Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen aufgenommen, darunter auch solche, die aus psychiatrischen Kliniken überwiesen wurden - eine unmögliche Situation, für die Samusocial nicht die nötigen Ressourcen hat. 

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