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Inland
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"Geisterpassagiere" mit 108 Kilogramm Kokain im Gepäck am Flughafen in Zaventem festgenommen

Anfang des Monats wurden, wie jetzt erst bekannt wurde, am Brüsseler Nationalflughafen in Zaventem zwei Personen mit Kokain im Wert von mindestens 4,3 Mio. € festgenommen. Die beiden Verdächtigen hatten sich mit Billigflugtickets Zugang zum Flughafen verschafft und anschließend ihre Koffer am Gepäckband abgeholt. Mit einem Gewicht von 108 Kilogramm überschritten die Koffer die zulässigen Gepäckgrenzen deutlich, wodurch die Sache auffiel.

Andreas Kockartz
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Die Staatsanwaltschaft Halle-Vilvoorde bestätigte die Festnahme vom 6. November: „Bei einer Zollkontrolle am Flughafen Brüssel wurde in den Koffern zweier Personen eine große Menge Kokain gefunden. Die Gesamtmenge beträgt vermutlich etwas mehr als 108 Kilogramm.“ Die Verdächtigen im Alter von 19 und 23 Jahren wurden festgenommen und einem Untersuchungsrichter vorgeführt, der sie gegen Kaution freiließ. Die Sicherstellung ist bemerkenswert, da das Gewicht der Koffer die zulässigen Gepäckgrenzen bei Weitem überstieg.

„Es waren keine Drogenkuriere an Bord des Flugzeugs, die ein paar Kilogramm Kokain in ihren Koffern versteckt hatten“, so eine Quelle aus dem Umfeld der Ermittlungen gegenüber VRT NWS: „Es handelt sich um das Werk einer kriminellen Organisation, die einige Leute am Abflughafen besticht, damit diese Koffer voller Drogen ins Flugzeug schmuggeln.“

„Die Kriminellen heuern dann Leute an, die mit einem Billigticket zu dem Flughafen gelangen, wo das Flugzeug landet. Dadurch erhalten sie Zugang zum Gepäckbandbereich, wo sie die Koffer einfach abholen.“ Offenbar kommt diese Form des Drogenschmuggels in Zaventem nicht selten vor. 

Der Brüsseler National-Flughafen in Zaventem (Flämisch-Brabant) bleibt ein Einfallstor für illegale Drogen auf dem Weg nach Belgien bzw. nach Europa, jedoch in weit geringerem Maße als z.B. der Hafen von Antwerpen.

Die 108 Kilogramm beschlagnahmtes Kokain haben einen Straßenverkaufswert von über 4 Mio. €, wenn man mit einem Verkaufspreis von 40 € pro Gramm rechnet, heißt es dazu, „und höchstwahrscheinlich werden die Drogen vorher gestreckt, was den tatsächlichen Straßenverkaufswert noch weiter erhöht.“

Die Drogenschmuggler beschaffen sich Zugang zum Flughafen mit Flugtickts von Billiglinien

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