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Inland
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North Sea Port Gent präsentierte einen neuen Strategieplan: Mehr Sicherheit für die Häfen gegen Drogen, Cyberangriffe und Drohnen

Der flämisch-niederländische Gemeinschaftshafen North Sea Port hat einen Strategieplan zur Verbesserung der Sicherheit der angeschlossenen Seehäfen Gent (Foto), Terneuzen und Vlissingen bis 2030 vorgestellt. In den kommenden Jahren sollen die Unternehmen in den Häfen „physisch und digital“ besser geschützt werden. Die Zusammenarbeit mit Polizei und Staatsanwaltschaft zur Bekämpfung von Drogenkriminalität wird intensiviert und der Hafenverbund ergreift Maßnahmen zur Drohnenabwehr. 

Andreas Kockartz
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Alle fünf Jahre veröffentlicht der North Sea Port einen Strategieplan, der die Ziele für die Häfen Vlissingen, Terneuzen und Gent darlegt. Der Hafenverbund will ein führender europäischer Hafen für Kunden mit nachhaltigen Ambitionen sein. Dieses Mal aber steht der Aspekt der „Sicherheit des Hafens und seines Umfelds“ im Vordergrund.

„Die Sicherheitsrisiken nehmen alarmierend schnell zu“, heißt es in diesem Plan: „Die Widerstandsfähigkeit der Gesellschaft und die strategische Autonomie der Länder stehen unter Druck. Die Reduzierung dieser Risiken ist entscheidend für die Sicherheit und Lebensfähigkeit der Region, aber auch für die Wirtschaft.“

Zäune

„Der Sicherheitsaspekt ist eine wichtige Ergänzung des Strategieplans von 2025“, erklärte CEO Cas König: „Wir sind davon überzeugt, dass wir uns militärisch besser vorbereiten müssen, damit auch Kriegsschiffe unseren Hafen anlaufen können.“ NATO-Ausrüstung wird Europa hauptsächlich über die Niederlande erreichen, aber zukünftig könnte auch der Hafen von Gent ein nächster Anlaufpunkt sein.

„Darüber hinaus müssen wir unsere Infrastruktur angemessen schützen und sichern. Wir müssen unsere Kais einzäunen, damit niemand einfach an Bord eines Schiffes gelangen kann.“ Die Hafenverwaltung plant zudem, die 3 Kilometer langen Zäune auf eine Länge von 9 Kilometer zu erweitern: „Wir erwägen, Bereiche einzuzäunen, die nur registrierten Personen zugänglich sind.“

Drogenprävention

Die Zusammenarbeit mit Polizei und der belgischen und der niederländischen Regierung im Bereich Kriminalität und Drogen wird ausgebaut. „Die Häfen von Antwerpen und Rotterdam haben erhebliche Anstrengungen unternommen, um Drogen aus ihren Häfen zu entfernen. Kriminelle suchen jetzt nach anderen Orten, um ihre Drogen zu transportieren. Auch der Nordseehafen ist davon betroffen“, so CEO König.

„Wir werden beispielsweise gemeinsame Unternehmensbesuche durchführen, um zu prüfen, wie die Sicherheit dort besser organisiert werden kann. Wir haben außerdem eine zentrale Plattform zur Meldung verdächtiger Aktivitäten im Hafen, und unsere Mitarbeiter erhalten ein Resilienz-Training. Wir bereiten unsere Mitarbeiter also auf Anwerber vor, die versuchen, sie zur Mithilfe beim Drogenschmuggel zu überreden.“

Cybersicherheit und Drohnen

Digitale Sicherheit ist ebenfalls ein wichtiger Teil des Plans. „Wir verteidigen uns auch gegen Cyberangriffe“, sagte König: „Das tun wir natürlich schon seit einiger Zeit, aber wir werden unsere Bemühungen intensivieren. Wir arbeiten mit niederländischen Häfen wie Rotterdam, Amsterdam und Groningen zusammen. Gemeinsam prüfen wir, wie wir die Cybersicherheit verbessern können.“

Der North Sea Port erwägt auch den Einsatz von Drohnen, insbesondere nachdem bereits mehrere Flughäfen in Belgien Opfer von Störungen von illegal eingesetzten Drohnen geworden sind: „Wir versuchen, jeden fernzuhalten, der dort nicht hingehört, egal ob es sich um Drohnen oder Menschen handelt. Wir haben Leute mit militärischer Erfahrung eingestellt und werden sie zum Schutz des Hafens einsetzen. Wir haben das Personal, um vorausschauend zu handeln, und das werden wir auch tun.“

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