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Außenminister Prévot kündigt umfassende Umstrukturierung der belgischen Auslandsvertretungen an

Der belgische Außenminister Maxime Prévot (Les Engagés, Foto) hat eine umfassende Umstrukturierung des belgischen Auslandsvertretungsnetzes angekündigt. Laut Prévots Plänen soll die Personalstärke in rund 20 belgischen diplomatischen Vertretungen erhöht und fünf neue Vertretungen eröffnet werden. Gleichzeitig werden acht Vertretungen geschlossen, darunter die in Maputo (Mosambik), in Sarajevo (Bosnien und Herzegowina) und in Kuwait-Stadt. Der belgische Außenminister begründet die Umstrukturierung mit der Notwendigkeit der sich rasch verändernden geopolitischen Lage, aber auch mit Sparmaßnahmen.

Andreas Kockartz
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Das Netz der Botschaften und Konsulate im Ausland ist Belgiens „Auge und Ohr“ in der Welt. Es vertritt die Interessen Belgiens und bildet ein wichtiges Bindeglied zwischen Belgien und seinen internationalen Partnern. Der frankophone Zentrumspolitiker Prévot erklärt jedoch, dass es angesichts der sich wandelnden Geopolitik notwendig sei, das belgische Auslandsvertretungsnetz an die veränderte globale Dynamik anzupassen.

In einer Erklärung sagte der belgische Außenminister: „Handels- und Zollkriege zwingen uns, unser Partnernetzwerk zu überdenken und unsere Reichweite und unseren Einfluss zu diversifizieren. (…) Bewaffnete Konflikte nehmen zu, erreichen Europas Grenzen und führen zu einer massiven Neuausrichtung mehrerer strategischer Wirtschaftssektoren. Die weltweite Entwicklungszusammenarbeit steht vor Budgetkürzungen, die - neben geopolitischen Faktoren - eine Überprüfung unserer Arbeitsweise erforderlich machen.“

Acht diplomatische Vertretungen werden geschlossen

Die Änderungen werden im nächsten Jahr und 2027 umgesetzt. Acht diplomatische Vertretungen werden geschlossen. Es handelt sich um die Botschaften oder Konsulate in Sarajevo (Bosnien und Herzegowina), Conakry (Guinea), Bamako (Mali), Maputo (Mosambik), Havanna (Kuba), Rio de Janeiro (Brasilien), Kuwait-Stadt (Kuwait) und Guangzhou (China).

Auch eine Sparmaßnahme

Außenminister Prévot betont aber auch, dass die Umstrukturierung Teil eines Sparprogramms der belgischen Bundesregierung ist: „Die Schließungen schmälern nicht die Bedeutung, die wir unseren bilateralen Beziehungen zu den betroffenen Ländern weiterhin beimessen.“

Gleichzeitig werden fünf neue diplomatische Vertretungen eröffnet. Dazu gehören Botschaften in Tirana (Albanien) und Maskat (Oman). Belgien nimmt auch wieder diplomatische Beziehungen zu Syrien auf. Doch die entsprechende Botschaft operiert in erster Instanz aus Beirut, der Hauptstadt des Libanon aus. Der belgische Botschafter wird vorerst nur zwischen Beirut und der syrischen Hauptstadt Damaskus, hin- und herpendeln.

Darüber hinaus erhalten mehrere bestehende belgische diplomatische Vertretungen zusätzliches Personal. Außerdem wird ein Pool von „fliegenden Diplomaten“ eingerichtet. Diese flexible Gruppe soll schnell auf Krisensituationen reagieren, längere Abwesenheiten überbrücken oder bei Bedarf vorübergehende Unterstützung leisten können.

Die belgische Botschaft in Berlin
Die belgische Botschaft in Kinshasa
Damaskus

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