Das Flämische Institut für Biotechnologie (VIB) ist ein globaler Akteur in Forschung und Innovation und Flandern wird weiterhin in dieses Institut investieren. Das betonte der flämische Ministerpräsident Matthias Diependaele (N-VA, Foto) diese Woche bei einem Besuch des VIB-Forschungsgebäudes im Technologiepark in Zwijnaarde bei Gent in Ostflandern.
Flandern sagt weitere Investitionen in das Flämische Institut für Biotechnologie (VIB) zu
In Zeiten des Klimawandels, gesundheitlicher Herausforderungen und geopolitischer Unsicherheit arbeitet das VIB nach eigenen Angaben an „Innovationen, die das Leben verbessern”. Dies umfasst ein breites Spektrum von Bereichen, von einer „Google Map”, auf der Hunderttausende von Leberzellen erfasst sind, bis hin zu dürreresistenten Maispflanzen. „Der Mehrwert für die Gesellschaft in Bezug auf Ernährungssicherheit, Klimaprobleme und vieles mehr ist unglaublich”, meinte Ministerpräsident Diependaele während seines Besuchs beim VIB.
Im vergangenen Jahr unterstützte die flämische Regierung das wissenschaftliche Forschungszentrum mit 84,7 Mio. €. In diesem Jahr beläuft sich dies auf rund 89 Mio. €. Laut einer aktuellen Studie des britischen Wirtschaftsberaters Biggar Economics fließen für jeden investierten Euro durchschnittlich 12 € zurück in die flämische Wirtschaft und Gesellschaft, und 14 € weltweit.
„Auf Innovation konzentrieren“
„Seit den 1980er Jahren gibt es eine Generation von Politikern, die verstanden haben, dass sie sich auf Innovation konzentrieren müssen, um den langfristigen Wohlstand Flanderns zu sichern“, sagte Diependaele: „Wir profitieren derzeit von den Ergebnissen unserer strategischen Forschungszentren. Ich bin davon überzeugt, dass wir heute die gleichen Investitionen tätigen müssen, um sicherzustellen, dass auch unsere Kinder und Enkelkinder denselben Wohlstand genießen können.“
Die Europäische Kommission hat kürzlich eine neue Biotechnologie-Richtlinie (EU-Biotech-Direktive) angekündigt, die u.a. darauf abzielt, Innovationen im Biotechnologiesektor in Europa zu fördern. Derzeit ist Europa viel strenger als beispielsweise die Vereinigten Staaten und China, was zu weniger GVO-Anbau und strengeren Marktregeln führt. „Auf jeden Fall wollen wir das Thema der Zulassung von GVO (genetisch veränderte Organismen (Red.)) mit Flandern auf die europäische Agenda setzen“, fügte Diependaele hinzu.
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