Vor einigen Tagen ist in Kinrooi in der Provinz Limburg ein Boot auf der Maas gesunken. Dabei ertrank eine Person. Zwei weitere Bootsinsassen konnten gerettet werden. Die beiden Überlebenden wurden jetzt festgenommen, denn bei der Bergung des Boots fanden die Behörden Diebesgut und entsprechendes Werkzeug sowie Drogen.
Kinrooi in Limburg: Gesunkenes Boot - Eine Person ertrunken - Diebesgut entdeckt
Laut Staatsanwaltschaft Limburg handelt es sich hierbei um Kupferdiebstahl. Die beiden überlebenden Bootsinsassen, beide sind Niederländer, wurden wegen des Verdachts auf Straftaten in Zusammenhang mit Diebstahl und Drogenbesitz festgenommen.
Alles begann am Sonntagabend an den Maasplassen in Ophoven, einer Teilgemeinde von Kinrooi. Hier war ein kleines Boot mit drei Insassen gesunken. Die Betreiberin eines nahegelegenen B&B konnte zwei der Betroffenen gemeinsam mit einem Bekannten und ihrem Bruder aus dem eiskalten Wasser ziehen. Die beiden Niederländer (29 und 40 Jahre alt) wurden mit schwerer Unterkühlung in ein Krankenhaus in Maaseik gebracht. Für den dritten Mann auf dem Boot, ein 43 Jahre alter Niederländer, kam jede Hilfe zu spät. Er ertrank im eiskalten Wasser der Maas.
Der belgische Zivilschutz, die Soko „Vermisste Personen“ und die Schifffahrtspolizei konnten den Mann nach einiger Zeit suche am Montag nur noch tot aus dem Wasser bergen.
Ermittlungen aufgenommen
Doch jetzt nimmt der Fall eine Wende. Die Polizei bemerkte von Anfang an, dass sich die beiden Geretteten seltsam verhielten. Und dies war wohl begründet. Bei der Bergung des Bootes fanden die Behörden und die Polizei eine große Menge Kupferkabel und eine Betonschere. Zudem wurde ein leichter Anhänger im Wasser am Flussrand entdeckt. Nicht zuletzt entdeckten Ermittler an Bord des Bootes Drogen. Auch das Auto eines der Verdächtigen wurde beschlagnahmt.
Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft handelt es sich bei dem Kabeldiebstahl und Kupferkabel, dass von Baggerschiffen stammt, die im Vissenakker, einem Maaspolder an einem Nebenarm der Maas, gestohlen wurde. Die Polizei nahm die beiden Überlebenden fest und ein Ermittlungsrichter erhob Anklage wegen Kupferdiebstahls und Bildung einer kriminellen Vereinigung. Die Ermittlungen laufen weiter, denn die Polizei versucht Links zwischen den Diebstählen, dem gesunkenen Boot und weiteren Straftaten aufzudecken.
Schaden erfassen
Inzwischen ist das von Kabeldiebstahl betroffene Baggerunternehmen Steengoed Projecten dabei, den entstandenen Schaden zu bemessen. Von einem Schiff, auf dem Grind und Sand gewaschen und gesiebt wird, sind Kabel entwendet worden. Dies verursacht nicht nur Kosten zur Reparatur, sondern auch durch einen zeitlich noch nicht zu bemessenden Produktionsausfall. Die 10 Beschäftigten, die auf diesem Schiff arbeiten, seien aktuell mit der Beseitigung der Schäden beschäftigt, so das Unternehmen am Mittwochnachmittag.
