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Erster Weltkrieg: Der Gedenktourismus in Flandern nimmt wieder an Intensität zu

Der Gedenktourismus in Flandern erlebt einen neuen Aufschwung. Im Jahr 2024 besuchten rund 350.000 Gäste die Region, fast so viele wie im Rekordjahr 2019. Mehr als die Hälfte dieser Besucher (52 %) kam aus dem Ausland. Nach mehreren schwierigen Jahren aufgrund der Coronavirus-Pandemie erlebt die Region Westhoek eine regelrechte Wiederbelebung des Gedenktourismus. Vor allem britische Touristen kehren zu den Stätten des Ersten Weltkriegs in Westflandern zurück. Die Westhoek mit ihren Schlachtfeldern aus 14-18 ist nach wie vor ein internationales 

Andreas Kockartz
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2023 hat der Gedenktourismus in Westflandern mit knapp 360.000 Besuchern wieder das Niveau vor der Pandemie erreicht. Im Jahr 2024 blieb die Zahl mit 352.300 Besuchern nahezu stabil. Großbritannien ist mit fast 106.000 Besuchern, was 30 % der Gesamtzahl entspricht, weiterhin der mit Abstand der wichtigste ausländische Markt. Die Gesamtausgaben von Touristen in der Region Westhoek anlässlich der Gedenkfeierlichkeiten werden für 2024 auf 51 Mio. € geschätzt.

„In den ersten neun Monaten des Jahres 2025 verzeichnen wir aktuell 3 % mehr Besucher in der Region Westhoek als im gleichen Zeitraum 2024. Die stetige Erholung setzt sich somit fort.

Mit nachhaltigen Projekten und gezielten Kampagnen wollen wir den mehrtägigen Gedenktourismus in der Region Westhoek weiter fördern“, so Jürgen Vanlerberghe, der Vorsitzenden des westflämischen Tourismusverbandes Westtoer. Großbritannien bleibt die größte ausländische Besuchergruppe. 2024 kamen fast 95.000 Besucher von den britischen Inseln, fast die Hälfte der Zahl von 2022.

Ausgebuchte Hotels und mehrtägige Aufenthalte

Auch die Hotels in der Region spüren die positive Entwicklung. „Die Briten waren schon immer unsere größte Besuchergruppe und stellen fast 70 % unserer Gäste“, sagte Natasja Feliers, Inhaberin des Ariane Hotels in Ypern, gegenüber dem regionalen westflämischen Sender Focus/WTV: „Während der Pandemie kam das völlig zum Erliegen, doch jetzt kehren die Besucher in Scharen zurück.“

Gleichzeitig entdecken immer mehr Flamen und Niederländer die Region, nicht nur wegen der Kriegsgeschichte, sondern auch zum Radfahren, Wandern und wegen der aufstrebenden Weinindustrie. Neben Briten wird die Region Westhoek aber hauptsächlich von niederländischen und amerikanischen Touristen besucht.

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