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Waffenstillstandstag: 11. November, der Tag der Erinnerung an das Ende des Ersten Weltkriegs

An jedem 11. November gedenkt Belgien dem Ende des Ersten Weltkriegs, der sich zu großen Teilen hier abgespielt hat. Inzwischen ist der „Waffenstillstandstag“ aber auch zum Gedenktag für die Opfer aller Kriege geworden, die nach 1914 ausgebrochen sind. In ganz Belgien werden an diesem Tag auf den Soldatenfriedhöfen und an den Denkmälern für „Unbekannte Soldaten“ oder andere Kriegshelden Kränze niedergelegt und Zeremonien erinnern an die Ereignisse. Jedes Jahr findet eine zentrale Gedenkveranstaltung am Grab des unbekannten Soldaten in Brüssel (Foto) statt. 

Andreas Kockartz
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Vor über 100 Jahren kamen Soldaten aus allen Teilen der Welt nach Belgien, um hier zu kämpfen und um hier, zum Beispiel auf den Schlachtfeldern in Flandern, ihr Leben zu lassen. Soldaten aus allen Ländern des Commonwealth kämpften Seite an Seite mit französischen und belgischen Soldaten gegen die Deutschen. Und auch aus den Kolonien Frankreichs und Belgiens kamen Soldaten hierher, um zu kämpfen.

Der Höhepunkt der zum Ende des Ersten Weltkriegs findet stets in Ypern in Westflandern statt, wo unter dem Menentor das tägliche Last Post zu erleben ist. Flandern, besonders die Provinz Westflandern, vermittelt auf seinen zahlreichen Soldatenfriedhöfen und in seinen Museen, besonders im Weltkriegsmuseum „In Flanderns Fields“ in Ypern, auf beeindruckende Weise das Grauen dieses Krieges.“ 

Flandern, besonders die Provinz Westflandern, vermittelt auf seinen zahlreichen Soldatenfriedhöfen und in seinen Museen auf beeindruckende Weise das Grauen dieses Krieges.“

Hier, vor allem in Westflandern, waren die meisten Ortschaften völlig zerstört. Hier müssen auch heute noch fast wöchentlich Granaten und Bomben aus dieser Zeit entschärft werden. Und hier werden immer noch ab und zu die sterblichen Überreste von gefallenen Soldaten gefunden, die man unter größter Mühe versucht, zu bergen und zu identifizieren, um sie in ihre Heimatländer zu repatriieren oder um ihnen eine letzte Ruhestätte auf einem der zahlreichen Soldatenfriedhöfe zu geben.

Der Soldatenfriedhof von Passendale

Auf den Schlachtfeldern in der Gegend der mittlerweile weltweit bekannten westflämischen Städte und Dörfer Ypern, Langemark, Passendale oder Diksmuide verloren zahllose Soldaten zwischen Mai 1914 und November 1918 ihr Leben.“

Rund eine Million Soldaten wurden verwundet, getötet oder als vermisst gemeldet und abertausende Bürger verloren ihr Zuhause und mussten fliehen. Der 11. November ist aber nicht nur in Belgien ein ganz besonderer Feiertag. Auch in Großbritannien und in Frankreich wird dieser Feiertag begangen.

Der Menenpoort in Ypern, das Ehrenmal für die Gefallenen aus dem Commonwealth

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