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Das Broodhuis (c) Saskia Vanderstichele/BRUZZ

Brüssel: Das Broodhuis wird endlich restauriert - Undichtes Dach zwingt Brüsseler Museum zur Evakuierung von Ausstellungsstücken

Die Stadt Brüssel hat einen Antrag auf Genehmigung zur Restaurierung des Daches und der Fassaden des Broodhuis (Foto) am Großen Markt im historischen Stadtzentrums gestellt. Diese sind so undicht, dass das Museum schon im vergangenen Frühjahr gezwungen war, die Kunstsammlung aus dem zweiten Stock zu entfernen. Der Stadtrat muss den erforderlichen Haushalt noch genehmigen, wie die Brüsseler Nachrichtenplattform BRUZZ dazu schreibt.

Andreas Kockartz
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Das Broodhuis, direkt gegenüber dem Rathaus am Grand-Place gelegen, dient seit dem späten 19. Jahrhundert als Museum der Stadt Brüssel. Das neugotische Gebäude steht unter Denkmalschutz, wirkt aber grau und schmutzig, insbesondere im Vergleich zu den anderen historischen Gebäuden an diesem wohl schönsten Platz Belgiens, die in den letzten 25 Jahren nach und nach in ihren alten Glanz zurückerlangten.

Doch jetzt tauchten am Broodhuis mehr Probleme auf. Die aufwendige Fassadendekoration bröckelt. Im Inneren muss das Gebäude stellenweise aufgrund von Stabilitätsproblemen abgestützt werden. Darüber hinaus sind Dach und Fassade undicht, was seit über zwanzig Jahren zu Wassereintritt führt.

Kunstwerke ausgelagert

Im vergangenen Jahr waren die Schäden so schwerwiegend, dass Chefkuratorin Bérangère de Laveleye es für unverantwortlich hielt, die Kunstausstellung im zweiten Stock, dem prächtigen Ausstellungssaal mit seiner Holzdecke, noch länger aufrecht zu erhalten. Alle wertvollen Werke wurden entfernt, insbesondere die Sammlung zur Geschichte des Platzes, darunter das berühmte Gemälde „Die Bombardierung von 1695“.

Einzig die 5,5 Meter hohe, originale Wetterfahne des Heiligen Michael, die fünf Jahrhunderte lang das Rathaus krönte, bleibt vorerst vor Ort. Auch die Sammlung rund um Manneken Pis ist weiterhin öffentlich zugänglich, wurde aber in einen anderen Bereich des Broodhuis verlagert.

Das Museum bleibt geöffnet  

Ein Restaurierungsprojekt ist seit Jahren in Vorbereitung und langsam scheint es voranzugehen. „Die Stadt hat bei urban.brussels (das Brüsseler Amt für Städtebau und Kulturerbe, Red.) eine Baugenehmigung für die Restaurierung der gesamten Außenhülle, des Daches und der Fassaden beantragt“, so De Laveleye: „Auch ein Budget für 2026 ist bereits eingeplant. Für uns ist dies ein positives Zeichen dafür, dass der Stadtrat dieses Projekt wirklich ernst nimmt.“

Sofern die Genehmigung und das Budget vorliegen, rechnet De Laveleye mit einem Baubeginn Ende 2026 oder Anfang 2027. Das Museum bleibe geöffnet, betont sie: „Schließlich finden alle Arbeiten im Außenbereich statt.“ Lediglich das bereits teilweise geräumte zweite Obergeschoss werde - bis auf die große Statue des Heiligen Michael - vollständig geleert und für die Öffentlichkeit gesperrt. 

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