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Manneke Pis ist eine Kopie – das Original wurde vor 60 Jahren gestohlen

Vor 60 Jahren, am 10. November 1965, wurde das berühmte Brüsseler Wahrzeichen Manneke Pis gewaltsam von seinem Sockel gerissen. Bei dem Diebstahl brach die Statue knapp oberhalb der Füße ab. An ihrer Stelle wurde eine Kopie installiert.

Martina Luxen
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Nur die wenigsten Besucherinnen und Besucher wissen, dass es sich bei der Statue an der Ecke Stoofstraat und Eikstraat um eine Kopie handelt. Nicht aber um das Originalwerk, das Hieronimus Duquesnoy im Jahre 1619 für die Stadt Brüssel erschuf, wie die Direktorin des Brüsseler Stadtmuseums, Marieke De Baerdemaeker, erzählt.

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Denn die ursprüngliche Bronzefigur wird am 10. November 1965 von der Fontäne gestohlen.

Die Diebe gingen mit brachialer Gewalt zu Werk und rissen die Statue buchstäblich von ihrem Sockel. Nur die Füßchen blieben verankert.

Zehn Tage später ließen die Brüsseler Stadtväter eine Kopie aufstellen.

Es war nicht das erste Mal, dass Manneke Pis verschwand. Die Zeitungen von damals berichten, dass er bereits mehr als ein Dutzend Mal entwendet, kurz darauf aber auch wiedergefunden wurde.

Noch nie blieb das beliebte Wahrzeichen so lange verschwunden. Erst ein anonymer Telefonanruf, viele Monate nach dem Diebstahl, brachte die Ermittler auf eine heiße Spur. Eine Suchaktion im Kanal Brüssel-Charleroi zeigte sich erfolgreich. Manneke Pis tauchte im wahrsten Sinne des Wortes wieder auf, nur anderthalb Kilometer von seinem Standort.

Die Stadt Brüssel ließ die Kopie an der Fontäne stehen und brachte das Original im Stadtmuseum unter. Dort, im Broodhuis , direkt an der Grand-Place, haben Besucherinnen und Besucher wohl mehr Platz, um das Brüsseler Wahrzeichen zu bewundern.

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