Drohnen verursachten in der Nacht zum Mittwoch erhebliche Störungen im belgischen Luftraum. Der Flugverkehr am Flughafen von Brüssel (Foto oben) und in Lüttich-Bierset wurde aus Sicherheitsgründen zeitweise eingestellt. Auch über dem Militärstützpunkt Kleine-Brogel (Limburg) und dem Militärflugplatz Florennes (Namür) wurden erneut Drohnen gesichtet. Am Mittwoch waren rund 40 ankommende bzw. abfliegende Flüge von Streichung betroffen.
Probleme im belgischen Luftraum: Drohnen störten den Flugverkehr am Brussels Airport und an anderen zivilen und militärischen Flughäfen
Der Flughafen Zaventem wurde am Dienstagabend erstmals geschlossen, nachdem kurz vor 20 Uhr Drohnen gemeldet worden waren. Der Flugverkehr wurde zwar zunächst wieder aufgenommen, musste aber kurz vor 22 Uhr aufgrund weiterer Drohnensichtungen erneut eingestellt werden. Gegen Mitternacht gab die Flugsicherung Skeyes bekannt, dass die letzten sieben Flüge vor Beginn der Nachtruhe starten konnten.
Am frühen Morgen wurden 16 Starts u.a. von Brussels Airlines gestrichen. Die Folge: Chaos und viele gestrandete Passagiere und wartende Angehörige. Zwischen 500 und 1000 Menschen mussten allerdings die Nacht am Flughafen verbringen. Dort stellte man ihnen Betten, Essen und Getränke zur Verfügung. Insgesamt waren letztendlich etwa 40 Flüge von Streichung betroffen - Starts und Landungen.
Das Flugradar zeigte, dass mehrere ankommende Flugzeuge vom Brussels Airport auf andere Flughäfen wie Ostende-Brügge, Charleroi (Brüssel Süd), Eindhoven und Lille umgeleitet wurden. Laut der niederländischen Nachrichtenagentur ANP wurden am Dienstagabend mehrere Flüge nach Schiphol und Maastricht Aachen umgeleitet. Auch am Mittwoch wird es weiterhin zu Verspätungen und Flugausfällen kommen.
Der Flugverkehr am Flughafen Lüttich wurde am Dienstagabend ebenfalls aufgrund von Drohnensichtungen eingestellt.
Drohnen über Florennes und Kleine-Brogel
Auch über dem Luftwaffenstützpunkt Kleine-Brogel in Limburg wurden wieder Drohnen gesichtet. Gegen 18 Uhr 30 meldeten Anwohner sechs Drohnen. Die Polizei sichtete ebenfalls zwei Drohnen vor Ort. Auf dem Stützpunkt selbst wurden keine Drohnen festgestellt. Der Stützpunkt befindet sich in erhöhter Alarmbereitschaft. Auch die Polizei, die auch einen Hubschrauber einsetzte war vor Ort und verdächtige Fahrzeuge in der Umgebung wurden kontrolliert.
VRT NWS erfuhr außerdem, dass Anwohner Drohnen über dem Militärstützpunkt Florennes in der Provinz Namür beobachtet hatten. Dort sind die ersten belgischen F-35-Kampfjets stationiert.
