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Eisenbahnbrücke über die Maas in Maastricht abreißen? Fahrgastverbände und Flanderns Wirtschaftsverband VOKA entsetzt

Der flämische Unternehmer- und Arbeitgeberverband VOKA lehnt den Abriss der Eisenbahnbrücke über die Maas in Maastricht (Foto) ab und fordert die flämische und die föderale Regierung auf, mit den Niederlanden in dieser Angelegenheit zu verhandeln. Die Brücke ist ein wichtiger Bestandteil der Bahnstrecke 20 zwischen Lanaken (Flämisch-Limburg) und Maastricht (Niederländisch-Südlimburg). Diese Güterzugstrecke wurde 2020 stillgelegt. „Das war schon ein historischer Fehler. Wir brauchen diese Bahnstrecke, um unsere Wirtschaft mit der Euregio Maas-Rhein zu verbinden“, heißt es dazu bei VOKA Limburg.

Andreas Kockartz
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Die Bahnstrecke 20 zwischen Lanaken und Maastricht wurde in den 1990er-Jahren stillgelegt, 2011 jedoch wieder in Betrieb genommen. Dies wurde mit großem Beifall begrüßt. In der Praxis wurde sie jedoch nur von wenigen Güterzügen befahren. 2020 beschloss Infrabel, der Infrastruktur-Dienstleister der belgischen Bahngesellschaft NMBS/SNCB den Betrieb endgültig einzustellen.

In den Niederlanden fordert man jetzt den Abriss der Eisenbahnbrücke über die Maas. „Das wäre sehr schlecht für die Wirtschaft in Limburg“, sagt Johann Leten vom Arbeitgeberverband VOKA: „Der Abriss wäre der endgültige Schlag gegen eine mögliche Wiedereröffnung der Bahnstrecke 20 zwischen Hasselt und Maastricht. Die Reaktivierung dieser Strecke ist ein strategischer Hebel für die Zukunft.“

Internationale Erreichbarkeit

„Die Bahnstrecke könnte unsere Wirtschaft besser mit der Eurregio Maas-Rhein verbinden“, ergänzt Dario D’Arpino von VOKA. „Sie könnte neue Arbeitsplätze schaffen und die internationale Erreichbarkeit unserer Region verbessern. Wir werden das Thema bei den Politikern ansprechen, insbesondere bei der flämischen Regierung, bei der flämischen Mobilitätsministerin Annick De Ridder (N-VA) und dem flämischen Arbeitsminister Jo Brouns (CD&V)“, so D’Arpino weiter.

Das belgische Bundesland Flandern setzt sich seit Langem auch für die Wiedereröffnung des Eisernen Rheins zwischen dem Hafen von Antwerpen und dem deutschen Ruhrgebiet ein. Die Bahnstrecke 20 ist (noch) mit dieser Strecke verbunden.

Fahrgastverbände entsetzt

Auch Fahrgastverbände in Belgien und den Niederlanden engagieren sich für den Erhalt der Brücke. „Die Niederlande wollen die Brücke abreißen, um die Schifffahrt auf der Maas zu erleichtern.

Die öffentliche Anhörung zu den Plänen läuft derzeit, und wir werden Einspruch einlegen“, so Peter Meukens von TreinTramBus (ZugTramBus): „Stellen Sie sich vor, es gäbe keine Grenze. Es wäre undenkbar, dass es keine Bahnverbindung zwischen Hasselt und Maastricht gäbe. Der Abriss der Brücke würde die Einrichtung einer solchen Verbindung unmöglich machen. Dabei birgt eine solche Verbindung so viel Potenzial. Man sieht es ja an den Tiefgaragen in Maastricht: Dort stehen unzählige Autos mit belgischen Kennzeichen.“ Vor wenigen Tagen forderte auch der niederländische Fahrgastverband Rover, den geplanten Abriss der Eisenbahnbrücke aufzugeben.

Reaktion aus den Niederlanden

Das niederländische Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft hat bekannt gegeben, dass man im vergangenen Jahr in Abstimmung mit der flämischen Provinz Limburg geprüft habe, wie die für die gestrichene Straßenbahnlinie zwischen Hasselt und Maastricht freigegebenen Mittel verwendet werden können: „Ein Bestandteil der erzielten Vereinbarungen ist der Abriss der Eisenbahnbrücke über die Maas. Die Vereinbarungen wurden im vergangenen Jahr weiterentwickelt und werden nächste Woche in der Konsultation zwischen dem Ministerium und der Region zum Mehrjahresprogramm für Infrastruktur, Raumplanung und Verkehr (MIRT) erörtert. Anschließend wird das Parlament über die Ergebnisse informiert.“

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