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Niederländische Sprache auf dem Rückzug an flämischen Universitäten

Niederländisch verliert in Flandern als Wissenschaftssprache rapide an Bedeutung. Von allen Doktorarbeiten, die an den fünf flämischen Universitäten abgeschlossen werden, sind mittlerweile 97 Prozent in englischer Sprache verfasst. Dies geht aus neuen Zahlen hervor, die von der flämischen Tageszeitung De Standaard und dem Flanders Research Information Space (Fris), einem Forschungsportal, das Daten zu wissenschaftlichen Publikationen sammelt, veröffentlicht wurden.

Jens Van Reet Belga
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An der Uni Gent wurden im Jahr 2024 nur 18 Doktorarbeiten auf Niederländisch verfasst, gegenüber 760 auf Englisch. An der Uni Löwen erschienen 28 der 1.024 Doktorarbeiten auf Niederländisch.

An kleineren Universitäten wie der Universität Antwerpen schwankt der Anteil der englischsprachigen Doktorarbeiten um 93 Prozent. „Wer auf Niederländisch publiziert, kann kaum Karriere machen“, sagte der Forscher Dries Bostyn (Universität Gent) am Samstag.

Die Dominanz des Englischen geht über die Doktorandenforschung hinaus. Im vergangenen Jahr erschienen 91 Prozent aller wissenschaftlichen Beiträge von Forschern in Flandern auf Englisch, verglichen mit 76 Prozent im Jahr 2008. Im gleichen Zeitraum hat sich die Zahl der niederländischsprachigen Veröffentlichungen von etwa 2.200 auf 1.000 pro Jahr halbiert. Immer mehr Studenten entscheiden sich auch dafür, ihre Masterarbeiten oder Dissertationen auf Englisch zu schreiben.

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