Die Inflation in Belgien ist im Oktober erneut auf 2 % gesunken, wie das Statistikamt Statbel mitteilt. Im September war die Inflation noch auf 2,12 % gestiegen, nachdem der Anstieg der Verbraucherpreise in den beiden vorangegangenen Monaten jeweils knapp über 1,9 % gelegen hatte.
Inflation sinkt im Oktober auf 2 %: Welche Produkte wurden günstiger, welche teurer?
Die stärksten Preiserhöhungen im Oktober im Vergleich zum September gab es bei Ferienparks und Campingplätzen (+12,7 %), Bekleidung (+2,3 %), privaten Mieten (+1,4 %), Teilnahme an Freizeitsport (+6,9 %), Flugtickets (+8,4 %), Restaurants und Cafés (+0,5 %) sowie Körperpflege (+1 %).
Deutlich billiger wurden dagegen Hotelzimmer (-9,6 %), Erdgas (-1,6 %), Strom (-0,8 %) und inländische Pauschalreisen (-7,6 %).
Im Vergleich zu Oktober 2024 verteuerten sich vor allem Haushaltsdienstleistungen (+21,8 %), Rindfleisch (+17,3 %) sowie der Besuch von Sport- und Freizeitveranstaltungen (+15,4 %).
Deutlich günstiger wurden unter anderem Mobiltelefone (-18,4 %), Fernsehgeräte (-16 %) sowie Schwangerschaftstests und Verhütungsmittel (-12,7 %).
Kerninflation und Gesundheitsindex
Die Kerninflation, die die Preisentwicklung von Energieprodukten und unverarbeiteten Lebensmitteln ausklammert, lag im Oktober bei 2,58 % gegenüber 2,61 % im September.
Die Energieinflation sank weiter von -1,48 % auf -1,85 %, ebenso wie die Lebensmittelinflation von 3,32 % auf 2,68 %. Die Dienstleistungsinflation hingegen stieg leicht von 3,47 % auf 3,62 %.
Schließlich ging auch die auf dem Gesundheitsindex basierende Inflation von 2,15 % auf 2,11 % zurück. Dieser Index berücksichtigt unter anderem keine Preise für alkoholische Getränke, Tabakwaren und Treibstoffe und wird zur Bestimmung herangezogen, wann Löhne indexiert werden müssen. Das föderale Planbüro erwartet eine Indexierung im Januar kommenden Jahres.
