Am Montagnachmittag wurde das belgische Königspaar von Papst Leo XIV. im Vatikan zu einer Privataudienz empfangen. Königin Mathilde war zu diesem Anlass ganz in Weiß gekleidet. Sie erschien zu ihrer Audienz beim Papst mit weißem Schleier und weißem Kleid. Doch warum darf Königin Mathilde, eine von nur sieben Frauen weltweit, hier Weiß tragen? So etwas nennt man „Le Privilège du Blanc“.
Papst Leo XIV empfing das belgische Königspaar zum ersten Mal im Rahmen einer Privataudienz
Mathildes Kleiderwahl ist kein Zufall. Das Tragen von Weiß bei einer privaten Audienz beim Papst ist ein besonderes Privileg, das nur einer begrenzten Anzahl katholischer Königinnen und Prinzessinnen vorbehalten ist. Andere weibliche Gäste, wie beispielsweise die Ehefrauen von Präsidenten, müssen bei Papstaudienzen schwarze Kleidung tragen. Nur Katholiken und die Königin eines Landes, in dem der Katholizismus die offizielle Religion ist, dürfen Weiß tragen. Dieses Privileg gilt für Audienzen und auch bei der Amtseinführung eines neuen Papstes.
Außer der belgischen Königin Mathilde genießen weltweit nur sechs weitere Frauen das „Privilège du Blanc“: Die ehemalige Königin Paola von Belgien, Großherzogin Maria Teresa von Luxemburg, Prinzessin Charlène von Monaco, die Königinnen Letizia und Sophia von Spanien sowie Prinzessin Marina Doria (die Witwe des Oberhaupts des Hauses Savoyen). Übrigens genoss auch die verstorbene belgische Königin Fabiola, die Gemahlin von König Baudouin, dieses Privileg.

