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Schüler versuchen in Ostende, den alten Mercator-Schiffsmotor wieder zum Laufen zu bringen

Schüler des Maritimen Instituts Mercator (Schülergruppe Strom) in Ostende arbeiten derzeit an der Restaurierung des Motors des legendären Segelschiffs Mercator. Unter Anleitung erfahrener Techniker versuchen sie, fast 100 Jahre alte Schiffstechnik zu neuem Leben zu erwecken. Ziel ist, den Schiffsmotor rechtzeitig zum maritimen Event „Oostende Voor Anker“ („Ostende vor Anker“) im nächsten Jahr wieder zum Laufen zu bringen.

Andreas Kockartz
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Der Schwerpunkt liegt auf der Restaurierung des Hauptmotors, ein Burmeister & Wain aus dem Jahr 1932 und der Generatoren, die seit über 50 Jahren nicht mehr gewartet wurden. Bisher wurden Arbeiten an der Mercator ausschließlich von Ehrenamtlichen durchgeführt, die von der Stadt Ostende begleitet werden. Dank dieser Zusammenarbeit mit ihrem Institut haben die Schüler die Möglichkeit, diese authentische Technologie in der Praxis zu erleben.

Der 16-jährige Tibe ist einer der Schüler, die an dem Projekt mitarbeiten: „Es ist ein sehr alter Motor, der nicht mehr hergestellt wird. So etwas sieht man auf neuen Schiffen nicht mehr. Außerdem ist er sehr groß. Moderne Schiffsmotoren sind viel kleiner.“ 

Schulleiterin Melissa Vlietinck ist stolz auf ihre Schüler. „Unsere Jugendlichen können gemeinsam mit ihren Lehrkräften an maritimem Erbe arbeiten. Es ist ein kleines Prestigeprojekt für sie und das ist ihnen auch bewusst.“

Das ultimative Ziel ist ehrgeizig: Den Burmeister & Wain-Motor wieder zum Laufen zu bringen. Das wäre dann möglicherweise der einzige betriebsbereite B&W-Motor der Welt in seiner ursprünglichen Umgebung. Die Deadlinefür das Projekt endet im Mai 2026. Der Schiffsmotor soll im Rahmen von „Ostende vor Anker“ wieder angeworfen werden. 

Die jungen Schiffsmechaniker und ihre Direktorin

Historische und technische Daten der Mercator

Schiffstyp Barketine, Hergestellt nach Plänen des belgischen Entdeckungsreisenden Adrien de Gerlache bei der Schiffswerft Ramage & Ferguson in Leith/Schottland. Stapellauf: 9. Dezember 1931, Indienststellung durch die „Association Maritime Belge“ am 7. April 1932.

Gesamtlänge: 78,40 m Breite: 10,60 m (an der breitesten Stelle) Tiefgang max. 4,50 m Vermessung: 778,26 BRT (Brutto-Register-Tonnen) Besatzung: 100 Mann, davon 45 Seekadetten für die Maschinenanlage

Maschine(n): Ein Diesel-Hilfsmotor mit 6 Zylindern von Burmeister & Wain plus zwei Dieselmotoren mit 5 Zylindern von Gardner, die Generatoren zur Stromversorgung von Crompton Parkinson antreiben.

Maschinenleistung: 500 PS (368 kW) Höchstgeschwindigkeit: 11 Knoten (20 km/h), eine Schiffsschraube.

Takelung: Barkentine Anzahl Masten: 3 Anzahl Segel: 15 Segelfläche: 1.600 m² Geschwindigkeit unter Segeln: max. 13 Knoten (24 km/h).

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