Pepingen in der Provinz Flämisch-Brabant restauriert auf Antrag der Oppositionspartei LVB den Pranger von Heikruis. Dieser Pranger ist der untere Teil eines eigentlich 4 Meter hohen alten Schandpfahls, des letzten verbliebenen seiner Art in der Gemeinde, die dieses Erbe bewahren und mit ihren Einwohnern teilen möchte, auch wenn es für eine dunkle Zeit steht.
Pepingen restauriert seinen letzten Pranger: „Hier wurden Übeltäter vor den Augen des ganzen Dorfes bloßgestellt“
Zwischen dem 12. und 19. Jahrhundert wurden Pranger verwendet, um Missetäter, die sich kleinere Straftaten zuschulden kommen ließen, vor dem ganzen Dorf bloßzustellen. Dies geschah oft an Markttagen, wenn sich große Menschenmengen versammelten. Erst 1867 wurden in Belgien kleinere und unbedeutende Delikte aus dem Strafgesetzbuch gestrichen. „Menschen, die an den Pranger gefesselt wurden, begingen in der Regel geringfügige Straftaten“, sagt der Oppositionspolitiker und Historiker Sander Geerts (LVB Pepingen): „Dazu gehörten geringfügiger Diebstahl, Trunkenheit oder die Beleidigung Gottes.“
Im Großraum Pepingen wurden Spuren von Prangern in Bellingen, Pepingen/Kestergat und Heikruis entdeck, so Geerts: „Vom Pranger in Heikruis ist nur der untere Teil erhalten. Er war ursprünglich etwa vier Meter hoch und mit einem vergoldeten Wappen des Herzogs von Arenberg verziert.“ Der Pranger stand früher auf dem Gemeindeplatz neben der Kirche in Heikruis. 1930 brannte die Kirche ab und der Platz wurde saniert. Der Pranger wurde anschließend neben der St.-Hiob-Kapelle an der Ecke Neerstraat und Mortagnestraat aufgestellt.
Anerkennung als Kulturerbe?
In dieser Woche hat der Gemeinderat von Pepingen dem Vorschlag zur Restaurierung des Prangers zugestimmt. „Wir möchten, dass die Bürger dieses Stück Geschichte wiederentdecken“, so Initiator Geerts: „Wir fordern die Gemeinde auf, den Pranger als architektonisches Kulturerbe anzuerkennen und ihn durch die Pflege der Gemeindearbeiter und die Verbreitung von Informationen über die städtischen Informationskanäle sichtbar zu machen.“
