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Neue Initiative zur Förderung der niederländischen Sprache bei Erwachsenen mit einer anderen Muttersprache in Flandern

Die flämische Landesregierung hat eine neue Initiative zur Förderung des Niederländisch-Unterrichts als Zweitsprache für Erwachsene angekündigt. Die Initiative „Nederlands werk!“ (etwa „Niederländisch funktioniert!“) umfasst insgesamt acht konkrete Maßnahmen, die darauf abzielen, die Zugänglichkeit und Qualität des Niederländisch-Unterrichts insbesondere für Neuankömmlinge und Eltern schulpflichtiger Kinder zu verbessern.

Andreas Kockartz
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Die flämische Bildungsministerin Zuhal Demir (N-VA) erklärte gegenüber Journalisten, dass Menschen, die Niederländisch sprechen, nicht nur sich selbst, sondern der gesamten flämischen Gesellschaft Chancen eröffnen,  „denn wer unsere Sprache spricht, kann besser am gesellschaftlichen Leben teilhaben.“

Flanderns für Einwanderung zuständige Ministerin Hilde Crevits (CD&V) erklärte: „Wer in Flandern leben, arbeiten und sich wohlfühlen will, muss Niederländisch sprechen. Wir können die Messlatte für Neuankömmlinge hoch legen, müssen aber auch sicherstellen, dass die bereitgestellten Ressourcen mithalten können.“

Die Initiative ist eine Reaktion auf die wachsenden Bedenken, die durch die Studie des Internationalen Programms zur Bewertung der Kompetenzen Erwachsener (PIAAC, Programme for the International Assessment of Adult Competencies) aus dem Jahr 2024 aufgezeigt wurden. Diese zeigte, dass Erwachsene, deren Muttersprache nicht Niederländisch ist, in den Bereichen Lesen, Schreiben, Rechnen und Problemlösen deutlich schlechter abschneiden als Muttersprachler.

Ab 2027 müssen Neuankömmlinge das Niveau B1 (mündlich) erreichen, d. h. sie müssen in der Lage sein, ihre Meinung zu äußern und selbstständig am Berufs- und Sozialleben teilnehmen können.

Zugänglichkeit, Qualität, Empfehlungen und Einbeziehung der Eltern

Zugänglichkeit, Qualität, Empfehlungen und Einbeziehung der Eltern sind die Schlagworte des neuen Plans. Die Kursgebühren bleiben mit 1,50 € für eine Unterrichtsstunde niedrig, wobei Ausnahmen vom Einkommen und nicht von anderen Faktoren abhängen. Berufsausbildung und Niederländisch-Unterricht können auch kombiniert werden.

Um die Qualität zu verbessern, werden neue Hör- und Sprechtests eingeführt und zusätzliche Schulungen für Lehrkräfte angeboten. Die Landesregierung untersucht außerdem, wie KI (Künstliche Intelligenz) bei der Leistungsbewertung helfen kann. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der alltäglichen Sprachpraxis und einer besseren Koordination zwischen Schulen, Sozialdiensten und lokalen Organisationen, um Lernenden die Suche nach geeigneten Kursen zu erleichtern.

Eltern spielen in der neuen Strategie eine Schlüsselrolle. Niederländisch-Lernende werden bei der Anmeldung zur Erwachsenenbildung bevorzugt, während Schulen und Gemeinden zusammenarbeiten, um Eltern Sprachunterricht in der Nähe der Schulen ihrer Kinder anzubieten.

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