Die flämische Landesregierung macht zusätzliche Mittel frei, um die Industrie bei der Klimapolitik zu unterstützen, damit diese den Übergang in schadstoffärmere Zeiten schafft, wie Ministerpräsident Matthias Diepeldaele (N-VA) mitteilt. U.a. werden 70 Mio. € für 9 Unternehmen bereitgestellt, damit diese in große Wärmepumpen investieren können.
Flandern macht Mittel frei, um der Industrie bei der Klima-Transition zu helfen
„Unsere Industrie ist der Motor unserer Wirtschaft. Die Unternehmen kämpfen mit hohen Energiepreisen und hohen Kosten, um ihre Produktion und Produkte nachhaltiger zu machen. Wenn wir sie hier halten wollen, dann müssen wir ihnen dabei helfen, zu erneuern und sich zu verstärken“, so der flämische Nationaldemokrat: „Nicht nur mit Plänen, sondern auch mit konkreten Taten und Mitteln.“ Die Landesregierung wartet deshalb mit drei Maßnahmen auf, „um der Krise der Industrie die Stirn bieten zu können.
Zuerst erhalten 9 Unternehmen über sogenannte Transitionsverträge insgesamt 70 Mio. € Unterstützung, um ihre Erdgasanlagen durch CO2-freie Wärmepumpen zu ersetzen. Damit sollen jährlich bis zu 82.000 Tonnen CO2 weniger ausgestoßen werden, so MP Diependaele.
Dazu gehören als größter Zuschussempfänger TotalEnergies im Hafen von Antwerpen (26.660 Tonnen Schadstoffausstoße per anno weniger), die Zuckerraffinerie in Tienen (Foto oben, Flämisch-Brabant, minus 21.600 Tonnen CO2) und der britische Chemiekonzern Ineos mit seinen Anlagen in Antwerpen (minus 11.196 Tonnen CO2).
„Klimasprung“ und Energiekrise
Mit dem „Klimasprung“ 2026-2030 trifft das belgische Bundesland Flandern weitere 18 Maßnahmen, um energieintensiven Industrieunternehmen dabei zu helfen, in Richtung einer emissionsarmen Zukunft umzuschalten. Dabei liegt der Fokus auf Infrastruktur, bezahlbare Energie, Innovation und Finanzierung. So werden neue CO2- und Wasserstoffnetze geschaffen, damit Unternehmen auf elektrische Prozesse, Wasserstoffenergie und auf Rohstoffe aus der Kreislaufwirtschaft umschalten können.
Nicht zuletzt wird Flandern 45 Mio. € insgesamt 14 energieintensiven Unternehmen zukommen lassen, die während der Energiekrise 2022-2023 schwer getroffen wurden, auch durch die Weitergabe von indirekten Energie- und Emissionskosten. Nach intensiven Überlegungen mit der Europäischen Kommission bekam Flandern die Zustimmung, um ausnahmsweise solche Kompensierungen von 75 % auf 95 % zu erhöhen“, so Ministerpräsident Diependaele.
