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Israel-Boykott: Der US-Staat Florida setzt belgische Universitäten auf eine schwarze Liste

Die Universität Gent (UGent), die frankophone Freie Universität Brüssel (ULB) und die Universität Lüttich (ULiège) gehören zu einer ganzen Reihe von Universitäten, die der US-Staat Florida auf eine schwarze Liste gesetzt hat, wie die Sonntagszeitung 7/7 am Wochenende meldete. Grund dafür ist die Tatsache, dass sich diese Universitäten an einem Boykott Israels aufgrund des Gaza-Krieges beteiligt haben.

Andreas Kockartz
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Dieser Beschluss sei am 30. September über das State Board of Administration of Florida (SBA) bekanntgegeben worden, so das Blatt. Dieser Beschluss untersagt öffentlichen Institutionen in Florida, mit Einrichtungen, „die in diskriminierenden oder antisemitischen Boykott-Kampagnen gegen Israel oder Territorien, die unter israelischer Kontrolle stehen“, zusammenzuarbeiten oder sogar dort zu investieren.

Dies betrifft auch Austauschprogramme, gemeinsame wissenschaftliche Arbeit und akademische Kooperationen zwischen Universitäten. Direkt davon betroffen sind die UGent, die ULB und die ULiège sowie die Brüsseler Gemeinde Elsene.

Ralf Pais, Vizepräsident des Jüdischen Informations- und Dokumentationszentrums (JID) in Belgien, ist der Ansicht, dass es sich dabei um eine moralische Wende handele: „Florida zeigt eine moralische Deutlichkeit, die Europa verloren hat. Dort, wo der ‚alte Kontinent‘ seine Sichtweise ändert, zieht Florida eine rote Linie: Hass, auch wenn dieser sich hinter einem akademischen Diskurs versteckt, wird nicht mehr toleriert. Das ist keine politische Debatte, sondern eine Frage der Gerechtigkeit. Israel boykottieren ist eine ganz einfache Form der Diskriminierung.“

„Das Gegenteil zu behaupten, ist hypokritisch“, so Pais weiter: „Florida hat den Mut, dies laut und deutlich zu sagen. Europa bleibt still. Das, was heute in Miami passiert, wird Auswirkungen in Brüssel, in Paris und anderswo in Europa haben. Die Zeit der ungestraften akademische Boykotte ist vorbei.“  

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