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Gedenktafel in der „Kleinen Englischen Kirche“ in Ypern ehrt Sikhs, die im Ersten Weltkrieg auf Seiten der Alliierten kämpften

In der St.-Georgs-Gedächtniskirche in Ypern in Westflandern wurde am Wochenende eine Gedenktafel enthüllt, die an die Sikhs erinnert, die im Ersten Weltkrieg an der Seite der alliierten Truppen gegen die Deutschen kämpften. Ihr Beitrag zum Konflikt war größer als allgemein angenommen, wie historische Nachforschungen belegen.

Andreas Kockartz
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Die St.-Georgs-Gedächtniskirche ist in der sogenannten Westhoek in Westflandern auch als „Kleine Englische Kirche“ bekannt. Die anglikanische Kirche wurde Ende der 1920er Jahre im Schatten der Kathedrale von Ypern erbaut. Sogar die Einrichtung wurde von britischen Verbänden, Regimentern und Einzelpersonen gestiftet. Die Kirche ist täglich für alle geöffnet, auch zum wöchentlichen Sonntagsgottesdienst um 10:00 Uhr.

Das anglikanische Gotteshaus erinnert an die meisten alliierten Gemeinschaften, die im Ersten Weltkrieg hier gekämpft haben. Jetzt wird diese Ehre auch indischen der Sikh-Gemeinde zuteil. „Das Engagement der Sikhs war zu Beginn des Krieges entscheidend. Ohne sie hätte die britische Armee die Frontlinie bei Ypern möglicherweise nicht halten können und der Krieg wäre vielleicht völlig anders ausgegangen“, so Roger Stewart, Vorsitzender der New Ypres League.

Historische Forschung

Dominiek Dendooven, Wissenschaftler am In Flanders Fields Museum in Ypern, erforschte die Rolle der indischen Truppen in der Region. Er war an der Einweihung der Sikh-Gedenktafel beteiligt: „Diese Gedenktafel verankert ihren Beitrag in unserer Geschichte. Vor etwa 20 Jahren wussten wir sehr wenig über die Sikhs und die Geschichte anderer religiöser Gruppen bei den Alliierten in der Region. Während des Krieges gab es hier eine starke multikulturelle Präsenz. Heute lebt eine kleine Sikh-Gemeinde in Ypern und jedes Jahr reisen Sikhs zur Gedenkfeier zum Waffenstillstandstag in die Stadt.“

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