Das belgische Verteidigungsministerium will gemeinsam mit den Niederlanden ein Flugabwehrsystem kaufen. Dazu unterzeichneten Belgiens Verteidigungsminister Theo Francken (N-VA) und sein niederländischer Amtskollege Ruben Brekelmans (VVD) am Rande des NATO-Treffen in Brüssel einen „Letter of Intent“, sprich eine Absichtserklärung. Konkret geht es um einen gemeinsamen Ankauf von NASAMS-Flugabwehrsystemen des norwegischen Herstellers Kongsberg (Foto) unterzeichnen.
Beim NATO-Treffen in Brüssel geht es erneut um die weitere militärische Unterstützung der Ukraine und um die Frage, wie die Grenze in Osteuropa besser gegen die zunehmende russische Aggression verteidigt werden kann.
In Sachen Luftabwehr würde Belgien 9 NASAMS-Systeme (Norwegian Advanced Surface to Air Missile System) kaufen und Luxemburg, das darin mit einbezogen ist, eines. Der Vorgang werde der Regierung innerhalb der kommenden beiden Wochen vorgelegt und die Systeme sollten bis März nächsten Jahres betriebsbereit sein, wie die flämische Tageszeitung De Standaard Verteidigungsminister Francken zitiert.
Bei der belgisch-niederländischen militärischen Zusammenarbeit geht es nicht nur darum, gemeinsam Luftabwehrsysteme anzuschaffen. Die Niederlande und Belgien sind im Bereich der Marine bereits sehr eng miteinander verflochten, unter anderem durch den gemeinsamen Kauf von Fregatten und Minensuchbooten. Und auch in der Luft arbeitet man eng zusammen: Belgische F-16er und niederländische F-35er überwachen abwechselnd den gemeinsamen Luftraum.
Francken zählt in Sachen Flugabwehr nicht nur auf die NASAMS-Systeme, sondern auch auf das Patriot-Luftabwehrsystem. Die Niederländer hier wesentlich weiter als Belgien. Sie verfügen bereits Patriot-Systeme.
