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Die flämische Regierung hält an der Rettung des Polderdorfes Doel fest

Die flämische Landesregierung hält weiterhin an den getroffenen Vereinbarungen über das Dorf Doel in der Provinz Antwerpen und die Polder am linken Schelde-Ufer fest. Bis 2027 sollen die größten Projekte des sogenannten „Verbond Linkerscheldeoever” (Verband Linkes Schelde-Ufer) umgesetzt werden. Doel sollte ursprünglich dem Ausbau des Antwerpener Hafens weichen, was jedoch nicht der Fall sein wird. Im Laufe der Jahre allerdings mussten die Bewohner wegziehen und das Land Flandern enteignete die Häuser und Grundstücke. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Der Bund für die Zukunft und die Lebensfähigkeit der Polder am linken Schelde-Ufer wurde 2022 von 13 Parteien geschlossen, darunter die flämische Regierung, der Hafen von Antwerpen und die Gemeinde Beveren (mittlerweile Beveren-Kruibeke-Zwijndrecht). Das Abkommen wurde damals als „historisch” bezeichnet, da es zum ersten Mal ein Gleichgewicht zwischen Hafenentwicklung, Wohnen, Landwirtschaft, Natur und Kulturerbe schuf.

Der Kern dieses Abkommens: Der Hafen von Antwerpen darf expandieren, aber das Dorf Doel bleibt bestehen und erhält eine Zukunft als Wohnort. Auch die umliegenden Polder müssen für Landwirtschaft, Natur und Kulturerbe lebenswert bleiben. „Flandern gibt das Umland nicht auf”, sagt der flämische Ministerpräsident Matthias Diependaele (N-VA)dazu: „Als ehemaliger Minister für das Kulturerbe habe ich mich sehr dafür eingesetzt, Doel und dem umliegenden Poldergebiet eine Zukunft zu geben. Heute sehe ich, wie sich diese Bemühungen in konkreten Ergebnissen niederschlagen.”

Fortschritte und Investitionen

Seit 2022 wurden bereits verschiedene Schritte unternommen. So wurde in diesem Sommer eine Zukunftsvision für Doel fertiggestellt, die die Richtung für den Wiederaufbau des Dorfes vorgibt. Darüber hinaus ist ein Immobilien-Erbe-Richtplan in Vorbereitung, der festlegt, wie mit wertvollen Gebäuden und Landschaften umgegangen werden soll.

Die flämische Regierung hat außerdem ein Programmteam gestartrt, das gemeinsam mit der Gemeinde und den Bewohnern die Neugestaltung von Doel koordinieren soll. Inzwischen werden über die Denkmalschutzorganisation Herita zwei denkmalgeschützte Gebäude, das Hooghuis und Hof ter Walle, restauriert. Die „Maatschappij Linkerscheldeoever“ (MLSO) hat letzte Woche beschlossen, bis 2030 jährlich 1 Mio. € in die Sanierung des öffentlichen Raums in Doel zu investieren, zusammen mit der Gemeinde Beveren-Kruibeke-Zwijndrecht, die schon in der Provinz Ostflandern liegt.

Zusätzliche Mittel und klarer Zeitplan für Doel

Die flämische Regierung bleibt also weiterhin verpflichtet, die Vereinbarungen aus dem „Verbond Linkerscheldeoever“ bis 2027 umzusetzen. Zu diesem Zweck wurden bereits in diesem Sommer zusätzliche Mittel bereitgestellt: 5 Mio. € für Infrastrukturprojekte über das Integrierte Investitionsprogramm und 3 Mio. € für die Renovierung von bisher nicht geschütztem Kulturerbe in Doel und den umliegenden Poldern.

Nach Ansicht der flämischen Regierung zeigt dies, dass Doel kein vergessenes Dorf mehr ist. Mit konkreten Projekten, neuen Investitionen und einem klaren Zeitplan soll das Dorf bis 2027 wieder zu einem lebenswerten Ort werden, an dem Wohnen, Kulturerbe und Wirtschaft Hand in Hand gehen. „Dank des Bündnisses gibt es eine tragfähige Zukunftsvision, wurden Projekte ins Leben gerufen und investieren wir als flämische Regierung weiterhin in eine Region, in der Kulturerbe, Wohnen und wirtschaftliche Entwicklung in Einklang gebracht werden“, schloss MP Diependaele.

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