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Inland
Politik

Die Bürgermeisterinnen von Antwerpen und Rotterdam bündeln ihre Kräfte im Kampf gegen die Drogenkriminalität: „Gemeinsam können wir viel erreichen“

Im Rathaus von Antwerpen haben die Bürgermeisterin von Rotterdam, Carola Schouten (Christen-Unie), und ihre Antwerpener Amtskollegin Els van Doesburg (N-VA) über Probleme gesprochen, mit denen beide Städte zu kämpfen haben, wie beispielsweise Abrechnungen im Drogenmilieu. Die Anschläge in Antwerpen werden oft von jungen Tätern verübt, nicht selten aus den Niederlanden.

Andreas Kockartz
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Carola Schouten ist kein politischer Neuling. Bis zum Frühjahr letzten Jahres war sie stellvertretende Ministerpräsidentin der niederländischen Regierung und unter anderem für Landwirtschaft und Renten zuständig. Seit einem Jahr ist sie Bürgermeisterin von Rotterdam. Ihre Verwaltungserfahrung auf höchster Ebene kommt ihr sehr zugute, sagt sie.

Els van Doesburg hat noch nicht so viel politische Erfahrung, möchte aber gerne von ihrer Kollegin in Rotterdam lernen. Die bereits bestehende Zusammenarbeit könne noch weiter vertieft werden, glaubt sie selber. Antwerpen und Rotterdam sind mit ihren Häfen zwar wirtschaftliche Konkurrenten, aber im Bereich der Sicherheit können sie sich gegenseitig stärken. Die Bürgermeisterinnen verstanden sich auf Anhieb gut. Els van Doesburg: „Ich war positiv überrascht, dass wir in vielen Fragen einer Meinung sind. Wir können auch viel gemeinsam tun, insbesondere wenn es um Sicherheit geht.”

Ich war positiv überrascht, dass wir in vielen Fragen einer Meinung sind. Wir können auch viel gemeinsam tun, insbesondere wenn es um Sicherheit geht“

Els van Doesburg (N-VA), Bürgermeisterin von Antwerpen

Eines der Probleme, mit denen beide Städte zu kämpfen haben, ist das Sicherheitsproblem durch Abrechnungen im Drogenmilieu. Sowohl in Antwerpen als auch in Rotterdam landen regelmäßig Brandbomben vor Haustüren. Die Polizei konnte bereits viele Täter dieser Anschläge festnehmen. Meist handelt es sich um junge Täter. Darunter sind auch junge Niederländer, nicht selten aus Rotterdam.

Bürgermeisterin Schouten ist sich des Problems bewusst und will etwas dagegen unternehmen: „Wir müssen dafür sorgen, dass die Jugendlichen nicht auf schnelles Geld hereinfallen und das Risiko eingehen, vorbestraft zu werden und im Gefängnis zu landen.“

Wir müssen dafür sorgen, dass die Jugendlichen nicht auf schnelles Geld hereinfallen und das Risiko eingehen, vorbestraft zu werden und im Gefängnis zu landen“

Carola Schouten (Christen-Unie), Bürgermeisterin von Rotterdam

Die Vorgänger von Schouten und van Doesburg sind Ahmed Aboutaleb (PvdA) und Bart De Wever (N-VA). Trotz ihrer unterschiedlichen politischen Präferenzen fanden die beiden in ihrer Amtszeit im Kampf gegen den Drogenhandel zueinander. Sie reisten sogar gemeinsam in die Länder Südamerikas, aus denen das Kokain stammt. Das scheint Früchte zu tragen, denn regelmäßig werden große Ladungen in Schiffen mit Ziel Antwerpen oder Rotterdam abgefangen.

Ihre Nachfolgerinnen haben noch keine konkreten Pläne, gemeinsam zu verreisen. Sie schließen dies aber auch nicht aus. Wenn es notwendig ist, die Sicherheit in Antwerpen und Rotterdam zu erhöhen, dann wollen sie dies auf jeden Fall tun. „Aber es wird keine Vergnügungsreise nach Ibiza“, so ihr Kommentar dazu...

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