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Am NMBS/SNCB-Bahnhof Brüssel Süd/Midi: MIVB/STIB-Tram und Busse von De Lijn und TEC

Belgiens Verkehrsunternehmen müssen bis zum Frühjahr mit einem Vorschlag für ein gemeinsames Ticket aufwarten

Die vier Mobilitätsminister aus Bund, Ländern und Regionen in Belgien fordern die öffentlichen Verkehrsunternehmen dazu auf, bis zum Frühjahr 2026 einen konkreten Vorschlag für ein „Pay-as-you-go-System“ (PAYG) vorzulegen. Das bedeutet, dass der Fahrgast in der Lage sein muss, die Angebote der verschiedenen ÖPNV-Unternehmen mit einer Fahrkarte ohne großen Aufwand zu nutzen. 

Andreas Kockartz Belga
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Die vier belgischen Verkehrsminister Minister trafen sich in der vergangenen Woche zu einer interministeriellen Konferenz. Das große Thema der Tagung war das „Pay-as-you-go-System“, mit dem Reisende problemlos verschiedene Transportunternehmen in Belgien mit einem Ticket nutzen können sollen.

„Die Minister sind sich einig, dass für die Fahrgäste beim Umsteigen auf ein anderes Verkehrsmittel keine zusätzlichen Kosten entstehen sollten“, heißt es in einer Pressemitteilung dazu. Die vier Minister erörterten außerdem, wie eine Harmonisierung zwischen den Unternehmen die Nutzung unterschiedlicher Verkehrsträger und Tarife erleichtern würde. Konkret fordern sie die öffentlichen Verkehrsunternehmen dazu auf, eine Harmonisierung der Tarifstrukturen und Geschäftsbedingungen zu untersuchen.

Die vier Minister Jean-Luc Crucke (Les Engagés, föderal), Annick De Ridder (N-VA, Flandern), François Desquesnes (Les Engagés, Wallonie) und Elke Van den Brandt (Groen, Region Brüssel-Hauptstadt) forderten die verschiedenen ÖPNV-Dienstleister dazu auf, bis zum Frühjahr 2026 einen konkreten Vorschlag auszuarbeiten.

Dieser Vorschlag sollte eine „klare Architektur, ein Budget und einen Zeitplan für die Einführung des PAYG-Systems“ enthalten. Betroffen davon sind die belgische Bahngesellschaft NMBS/SNCB, die flämische ÖPNV-Gesellschaft De Lijn und ihr wallonisches Pendant TEC sowie die regionale Brüsseler Verkehrsgesellschaft MIVB/STIB.

Vorbild Schweiz

Bemerkenswert: Auch Helmut Eichhorn, der Direktor der Alliance SwissPass, nahm am vergangenen Dienstag an der interministeriellen Konferenz teil. Dieser Dachverband umfasst 250 Transportunternehmen und 20 Tarifstrukturen in der Schweiz. Die Organisation überwacht die Harmonisierung der Tarife und dient als Beispiel für eine Tarifintegration zwischen verschiedenen Transportunternehmen, Netzen und Regierungsebenen.

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