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Inland
Justiz

Terrorermittlungen in Deurne: Polizei vereitelt Mordanschlag auf Premier De Wever 

Im Rahmen einer Untersuchung der Bundesstaatsanwaltschaft wurden am Donnerstagmorgen im Antwerpener Distrikt Deurne vier Hausdurchsuchungen durchgeführt. VRT NWS erfuhr aus gut unterrichteter Quelle, dass es sich hier um Ermittlungen im Bereich Terrorismus handelt. Nach Angaben von Bundesstaatsanwältin Ann Fransen hatten drei Jugendliche einen islamistisch motivierten Terroranschlag auf den belgischen Premierminister Bart De Wever (N-VA) geplant, der in Deurne wohnt. 

Andreas Kockartz
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Im Rahmen der Polizeiaktion waren am Donnerstagmorgen Anwohner evakuiert worden und die betroffene Sint-Rochusstraat war eine Zeit lang gesperrt und mit schwarzem Sichtschutz versehen, nachdem „bei einer Untersuchung der Bundesanwaltschaft ein Sicherheitsrisiko aufgetreten war“. Dabei handelt es sich um einen bei einer Durchsuchung entdeckten selbstgebauten Sprengsatz. Der Kampfmittel-Räumdienst der belgischen Armee DOVO war aufgrund dessen ebenfalls vor Ort.

Die föderale Polizei wurde nicht nur vom DOVO bei dieser Aktion begleitet, sondern auch von der Hundestaffel mit ihren Sprengstoffhunden, der föderalen Kriminalpolizei (FGP) und der Spezialeinheit DSU. Die entsprechenden Ermittlungen werden von einem auf Terrorismusfälle spezialisierten Ermittlungsrichter in Antwerpen durchgeführt. 

Jetzt wurde im Rahmen einer Pressekonferenz der Polizei in Antwerpen bekanntgegenen, dass insgesamt 3 Jugendliche einen islamistisch motivierten Mordanschlag auf Belgiens Premierminister Bart De Wever geplant hatten. Der flämische Nationaldemokrat lebt in Deurne.

2 der 3 Verdächtigen werden jetzt dem Untersuchungsrichter vorgeführt, der entscheiden muss, ob diese in U-Haft genommen werden müssen. Der dritte Verdächtige wurde wieder auf freien Fuß gesetzt. 

Bei dem entdeckten Sprengsatz handelte es sich nach Angaben der föderalen Staatsanwaltschaft um ein sogenanntes "improvised explosive divice", also um einen selbstgebauten Sprengsatz. Dieser soll aber noch nicht scharf gewesen sein. Daneben beschlagnahmte die Polizei "ein Säckchen mit stählernen Kugeln". 

Bei einem der Verdächtigen wurde zudem ein 3D-Drucker beschlagnahmt, mit dem wohl weitere Bauteile für die Bombe gefertigt werden sollten. Es liegen weiter Hinweise darauf vor, dass die Verdächtigen mit einer Drohne arbeiten wollten, um den Sprengsatz zu seinem Ziel zu bringen.

"Dieses Dossier beweist, dass alle Sicherheitsdienste in Sachen Risiken durch terroristische Anschläge wachsam bleiben müssen. Es ist von Belang, dass ausreichend Kapazitäten bei Polizei und Justiz einsetzbar bleiben, um die Sicherheit unserer Gesellschaft zu garantieren", so Staatsanwältin Fransen: "Ich möchte mich bei allen beteiligten Diensten bedanken." 

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