Wer ab dem 1. Januar 2026 im belgischen Bundesland Flandern ein Elektroauto anmeldet, muss dafür Verkehrssteuer zahlen. Das soll laut dem flämischen Finanzminister Ben Weyts (N-VA) 30 Mio. € pro Jahr einbringen. Bislang waren neu angemeldete E-Autos von der Kfz-Steuer befreit. Wer bereits ein Elektroauto besitzt, bleibt jedoch weiterhin befreit.
In Flandern wird die steuerliche Begünstigung für die Zulassung von E-Autos am 1. Januar 2026 auslaufen
Die Abgabebefreiung für die Zulassung von Elektroautos sollte die umweltfreundliche Mobilität fördern, kostete die Flämische Gemeinschaft aber auch auch viel Geld.
„Die Befreiung war so erfolgreich, dass die Steuereinnahmen stark zurückgegangen sind und dass jetzt die Finanzierung unserer Straßeninfrastruktur zu versiegen droht”, sagt der flämische Minister für Finanzen und Haushalt Ben Weyts (N-VA) gegenüber der Zeitung Het Nieuwsblad: „Auch deshalb müssen wir eingreifen. Wir wollen weiterhin in die Instandhaltung unserer Straßen investieren können.”
Sowohl die Zulassungsgebühr als auch die jährliche Kfz-Steuer für Elektroautos werden ab Januar 2026 aber deutlich niedriger sein als für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Die Tarife für E-Autos bleiben jedoch niedrig: Die einmalige Zulassungssteuer beträgt etwa 60 €, die jährliche Kfz-Steuer etwa 80 €.
In knapp 10 Jahren hat sich die Zahl der vollelektrischen Fahrzeuge von 1.390 im Jahr 2015 auf 132.979 im Jahr 2024 erhöht. Inzwischen sind 16 % der neu zugelassenen Fahrzeuge in Flandern elektrisch.

